Volleyball Olympia
Volleyballer verlieren auch ihr zweites Spiel

Die deutschen Volleyballer haben auch ihr zweites Spiel bei Olympia verloren. Nach einer klaren Niederlage gegen Polen unterlag die Mannschaft von Stelian Moculescu Russland in einem spannenden Spiel mit 2:3 Sätzen. Jetzt muss das deutsche Team um den Einzug ins Viertelfinale bangen.

Als die deutschen Volleyballer eine 11:8-Führung und einen Matchball vergeben hatten, saßen sie fassungslos auf der Bank. Nach der 2:3 (27:25, 21:25, 25:21, 23:25, 14:16)-Niederlage gegen den Vize-Europameister Russland droht beim Olympia-Comeback nach 36 Jahren gleich das Aus in der Vorrunde.

Die Enttäuschung stand den Spielern ins Gesicht geschrieben, denn die enorme Steigerung nach der 0:3-Auftaktniederlage gegen Polen wurde nicht belohnt. "Wir müssen jetzt endlich auch mal erfolgreich spielen. Wir sind hier nicht mit dem Ziel Medaille angetreten, aber ins Viertelfinale wollen wir schon", sagte Bundestrainer Stelian Moculescu.

Ausgerechnet der bis dahin starke Russland-Legionär Jochen Schöps machte die Niederlage nach einer Achterbahnfahrt der Gefühle perfekt, als er am turmhohen russischen Block scheiterte.

Routinier Stefan Hübner hockte nach der 2:13 Stunden langen "Frühschicht" minutenlang tieftraurig mit einem Handtuch über dem Kopf da, während Verbandschef Werner von Moltke im Beijing Gymnasium die niedergeschmetterten Spieler zu trösten versuchte.

Starker Auftritt ohne Lohn

"Im ersten Spiel, haben wir schlecht gespielt, aber das heute ist schon eine sehr bittere Niederlage. Wir haben guten Volleyball für Deutschland gespielt und sind doch nicht belohnt worden", meinte Kapitän Björn Andrae, der mit 14 Zählern nach Schöps (15) punktbeste Spieler.

An der Nervosität habe es nicht gelegen, dass mehrfach beste Chancen vergeben wurden. Dennoch spielte die deutsche Mannschaft nach einer internen Aussprache nach dem Polen-Spiel beinahe wie ausgewechselt.

Beim 23:23 im vierten Satz eines hochklassigen Spiels fehlten nur noch zwei Punkte zum Triumph, dann war der Außenseiter bei einer Drei-Punkte-Führung im Tiebreak auf der Siegerstraße. Doch aus dem 14:13 wurde ein 14:16, weil die Russen den Matchball mit einem Lob über den deutschen Block hinweg abwehrten und dann mit starken Nerven zwei gewaltige Aufschläge ins Feld prügelten.

"Wir haben unsere Punktballchancen einfach nicht gut genug genutzt. Wir müssen jetzt das nächste Spiel gegen Ägypten gewinnen, sonst war es das mit Olympia", meinte Moculescu. Gelingt das gegen den beim 0:3 gegen Polen chancenlosen Afrika-Champion am Donnerstag (12.00 Uhr Ortszeit/6.00 Uhr Mesz) nicht, wäre 36 Jahre nach Silber für die DDR das Vorrunden-Aus sicher.

Auch Serbien mit zweiter Pleite

Bei einem Sieg wartet am Samstag das Entscheidungsspiel gegen den Weltliga-Zweiten Serbien. Der Sydney-Olympiasieger kassierte mit dem 1:3 gegen Olympiasieger Brasilien ebenfalls seine zweite Pleite. Es geht für Olympia-Rückkehrer Deutschland um das letzte Ticket für das Viertelfinale, das Brasilien, Polen und Russland mit zwei Siegen fast schon gebucht haben. Stefan Hübner bleibt optimistisch: "Bei der EM haben wir Serbien geschlagen. Die Niederlage gegen Russland tut zwar sehr weh, aber wir haben gezeigt, dass wir im Turnier drin sind.'

© SID

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