Vollständiger Verkauf der Werke sei nicht sinnvoll
WCM: Klöckner wird nicht zerschlagen

Die WCM Beteiligungs- und Grundbesitz-AG strebt nach den Worten von Vorstandsmitglied Roland Flach keinen vollständigen Verkauf der erst Anfang 2001 übernommenen Klöckner-Werke an.

Reuters FRANKFURT. "Wir werden Klöckner nicht zerschlagen, sondern die Klöckner-Werke langfristig halten", sagte Flach am Montag. Damit widersprach Flach einem Zeitungsbericht, wonach WCM die Zerschlagung Klöckners plane. Ein vollständiger Verkauf der Klöckner-Geschäftsbereiche mache keinen Sinn, da WCM aus dem dann leeren Firmenmantel keinen Nutzen ziehen könnte, sagte Flach. Es seien aber sowohl Teilverkäufe und die Integration anderer WCM-Beteiligungen in den Klöckner-Verbund möglich. Von Klöckner war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

"Es ist falsch, dass wir Klöckner verkaufen wollen. Wir werden die Klöckner-Werke langfristig halten", sagte Flach. Der bestehende Verlustvortrag Klöckners von 2,3 Milliarden DM könne nur effizient genutzt werden, wenn "entscheidende Geschäftsbereiche" im Verbund verblieben und das Unternehmen nicht bis auf den Mantel ausgehöhlt werde. "Es kann sein, dass wir andere Unternehmen aus unserem Beteiligungsportfolio bei Klöckner mit hinein nehmen oder Zukäufe dort eingliedern", sagte Flach, nannte aber keine Details. Das Engagement bei dem Duisburger Unternehmen, an dem WCM knapp 82 Prozent hält, dürfe nicht als statisch gesehen werden. Es gilt als denkbar, dass WCM etwa ihren gut 22-prozentigen Anteil an der IVG bei Klöckner eingliedern könnte.

Mit Blick auf die Ergebnisentwicklung bei WCM äußerte sich Flach zuversichtlich und bekräftigte das Ziel von rund 400 Millionen Euro im operativen Geschäft für das Gesamtjahr 2001. Am Freitag hatte WCM für die ersten drei Monate ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 28 Millionen Euro bekannt gegeben. Eine Vergleichszahl hatte WCM nicht angegeben, da das Unternehmen erstmals Quartalsergebnisse veröffentlicht hatte. "Diese Quartalszahl kann man nicht auf das Jahr hoch rechnen. Der Großteil unseres Ergebnisses fällt traditionell in das Schlussquartal", sagte Flach.

Zu Spekulationen, Klöckner-Vorstandschef Heinz-Ludwig Schmitz habe im Streit mit WCM einen Aufhebungsvertrag unterschrieben, nahm Flach keine Stellung.

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