Volumen stieg im ersten Halbjahr 2000 um 9,3 % auf mehr als 12,6 Billionen Euro
Nachfrage nach Investmentfonds hält an

Die Nachfrage nach Investmentfonds hält nach einer Studie der Fondsgesellschaft DWS weltweit an. Das globale Fondsvolumen stieg im ersten Halbjahr 2000 um 9,3 % auf über 12,6 Billionen Euro, wie aus einer Analyse der zur Deutschen Bank gehörenden Fondsgesellschaft DWS hervorgeht.

Reuters FRANKFURT. Allerdings sei das höhere Volumen durch den Anstieg von Dollar und Yen zum Euro überzeichnet. Bei unveränderten Wechselkursen betrüge das weltweite Fondswachstum nur sechs Prozent. Das im Vorjahresvergleich allerdings geringere Wachstum resultiere aus den größtenteils rückläufigen Aktienmärkten vor allem in den USA und Japan. Im ersten Halbjahr 1999 wuchs das Fondsvolumen den Angaben zufolge währungsbereinigt um 11,3 %.

Dank neuer Rekordmittelzuflüsse konnten unter den größeren Fondsmärkten Deutschland, Frankreich und Japan die kräftigsten Zuwächse erzielen. Ein wichtiger Grund für die weltweit anhaltend starken Mittelzuflüsse sei neben einem zunehmend renditeorientierten Anlageverhalten und steigender Akzeptanz der Fondsanlage vor allem die Notwendigkeit der privaten Altersvorsorge, heißt es in der Studie weiter.

Starke Kursschwankungen

Auch im ersten Halbjahr 2000 hätten die Anleger trotz starker Kursschwankungen an den Aktienmärkten verstärkt auf Aktienfonds gesetzt. Insbesondere europäische Anleger hätten Aktienfonds als Anlageinstrument favorisiert. Der Anteil der Aktienfonds in europäischen Portfolios einschließlich gemischter Fonds betrage 61,8 %. In Deutschland machten Aktienfonds inzwischen mehr als 62 % des gesamten Fondsvolumens aus und näherten sich damit US-Verhältnissen an. Sie hätten in der Gunst der Anleger klar vor Renten- und Geldmarktfonds gelegen. Rentenfonds verzeichneten der Studie zufolge weltweit Mittelabflüsse sowie vereinzelt negative Wertentwicklungen.

Im ersten Halbjahr 2000 sei das in europäischen Publikumsfonds verwaltete Vermögen stärker als in den USA und im weltweiten Durchschnitt um 8,3 % auf fast vier Billionen Euro gestiegen. Gründe waren unter anderen Rekordmittelzuflüsse zum Beispiel in Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Insgesamt werden die Mittelzuflüsse in Aktienfonds auf 96 Mrd. Euro geschätzt. Allein in Deutschland verzeichneten Aktienfonds mit 38,3 Mrd. Euro im ersten Halbjahr mehr Nettomittellzuflüsse als im gesamten Rekordjahr 1999 mit 30,6 Mrd. Euro, hieß es.

US-Fondsgesellschaften verwalteten Ende Juni dieses Jahres der Analyse zufolge ein Anlagevermögen von über 7,1 Billionen US-Dollar, was einem Anstieg von 4,1 % in $ und 9,4 % in Euro bedeutet. Der im Vergleich zu den Vorjahren eher bescheidene Anstieg des US-Fondsvermögens sei vor allem auf die seit Ende März anhaltende Korrektur der Aktienmärkte zurückzuführen. Trotz gedämpfter Wertentwicklungen der Aktienfonds seien die Mittelzuflüsse deutlich höher als im Vorjahreszeitraum. Während in Aktienfonds fast 213 (Vorjahr: 91) Mrd. $ geflossen seien, hätten Renten- und gemischte Fonds per saldo Mittelabflüsse von zusammen fast 63 Mrd. $ verbucht. Damit sei der Anteil der Aktienfonds am gesamten Fondsvolumen auf 65,6 % von 64,6 % 1999 vor allem auf Grund der Rekordmittelzuflüsse erneut gestiegen, schreibt die DWS.

Der japanische Fondsmarkt gehörte mit einem Wachstum von 17,7 % in Yen oder 19,8 % in Euro auf 600 Mrd. Euro zu den Fondsmärkten mit den höchsten Zuwachsraten weltweit. Insgesamt seien 108,3 Mrd. Euro neue Mittel in japanische Investmentfonds geflossen. Dabei verzeichneten Geldmarktfonds mit einem aktuellen Anteil von fast 36 % am gesamten Fondsvolumen mit umgerechnet 48,7 Mrd. Euro die höchsten Mittelzuflüsse vor Rentenfonds mit 33,3 Mrd. Euro und Aktienfonds mit 30,4 Mrd. Euro, hieß es.

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