Volumen von wenigstens sieben Mrd. US-Dollar
Phillips Petroleum will Tosco übernehmen

Der US-Ölkonzern Phillips Petroleum steht laut "Wall Street Journal" kurz vor der Übernahme der Ölraffinerie Tosco. Die Transaktion soll ein Volumen von wenigstens sieben Mrd. $ haben.

vwd NEW YORK. Der US-Ölkonzern Phillips Petroleum Co, Bartlesville, steht nach einem Bericht des "Wall Street Journal" (WSJ) kurz vor der Übernahme der Tosco Corp, Old Greenwich. Wie das Blatt am Wochenende mit Berufung auf unternehmensnahe Kreise schreibt, soll die Transaktion ein Volumen von wenigstens sieben Mrd. $ haben und in Aktien bezahlt werden. Sollte es zu einem Abschluss kommen, würde Phillips zur zweitgrößten Raffineriegesellschaft und zum fünftgrößten Benzineinzelhandelsunternehmen der USA aufsteigen. Phillips Petroleum würde dadurch zu einem integrierten Ölkonzern, heißt es in dem Bericht weiter.

Der Schritt wäre zudem eine große Überraschung für Branchenexperten, weil Phillips entsprechend dem allgemeinen Trend die Strategie ausgegeben hatte, ihre Raffinierie- und Vertriebsaktivitäten ausgliedern zu wollen, um sich auf das margenstärkere Explorations- und Fördergeschäft zu konzentrieren. Genaue Bedingungen für die Übernahme nennt das WSJ bisher nicht. Phillips dürfte aber zwischen 0,78 und 0,80 eigene Aktien je Tosco-Papier bieten, heißt es. Das entspräche einem Aufschlag von 30 % auf den Schlusskurs der Tosco-Aktie vom Freitag. Erwartet wird laut Bericht ferner, dass Phillips etwa Schulden von Tosco in Höhe von 2,15 Mrd. $ übernimmt.

Letzte Details müssten noch geklärt werden, grundsätzlich seien sich beide Seiten aber einig über das Geschäft, zitiert das WSJ ihre Informanten. Die Zustimmung der Boards beider Seiten werde noch für Sonntag erwartet; eine Bekanntgabe der Übernahme sei daher für Sonntagnachmittag (US-Ortszeit) denkbar. Eine Sprecherin von Phillips wollte den Bericht nicht kommentieren. Mit Tosco, dem drittgrößten Ölraffinierer der USA, katapultierte sich Phillips vom derzeit 14. Platz in diesem Geschäft auf den zweiten hinter Exxon Mobil. Phillips verfügte damit wüber eine tägliche Raffineriekapazität von rund 1,7 Mill. bpd - mehr als BP Amoco und Chevron. Ferner verfügte das fusionierte Unternehmen über ein Netz von etwa 12 000 Tankstellen in den USA.



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