Volumenwachstum im Retail Banking
Schotten auf Wachstumskurs

Die Royal Bank of Scotland hat im ersten Halbjahr sowohl ihr Ergebnis als auch ihre Einnahmen gesteigert. In den USA will das Institut in Kürze durch weitere Akquisitionen Marktanteile gewinnen.

vwd EDINBURGH. Heute legte das Finanzinstitut seine Zahlen für die ersten sechs Monate vor. Der Chairman der Bank, George Mathewson, gab sich zuversichtlich, auch in Zukunft ein über dem Durchschnitt liegendes Ergebnis erwirtschaften zu können. Die Integration von NatWest und von Mellon Regional Franchise verlaufe planmässig und werfe bereits erste Erträge ab, teilte er mit.

Die Zinsspanne der Gesellschaft stieg auf Jahressicht auf 3,1 Prozent von drei Prozent. Die gestiegene Marge für Leihzinsen hat den Angaben zufolge den Druck auf die Marge der Einlagenzinsen teilweise aufgefangen. Die Forderungen aus Versicherungspolicen sind im Berichtszeitraum nach Aufwendungen für die Rückversicherung auf Jahressicht um 53 Prozent auf 639 Mill. GBP gestiegen. Die Royal Bank of Scotland bildete im ersten Halbjahr Rückstellungen von 652 Mill. GBP nach 622 Mill. GBP im zweiten Halbjahr 2001 und 369 Mill. GBP im ersten Halbjahr des Vorjahres.

Diese Entwicklung sei jedoch nicht auf eine Verschlechterung der Kreditbonität zurückzuführen, teilte das Finanzinstitut mit. Vielmehr sei sie bedingt durch eine Ausweitung des Kundenkreises und der Geschäftstätigkeit. So gingen die Rückstellungen für notleidende Kredite im ersten Halbjahr auf 611 Mill. GBP von 617 Mill. GBP in der zweiten Hälfte 2001 zurück. Mit diesen Rückstellungen will das Finanzinstitut "die spezifische Situation" in einigen Unternehmen absichern.

Im Interbankgeschäft stieg das Volumen der vergebenen Darlehen auf Jahressicht um 15 Prozent auf 85,1 Mrd GBP. Auch das Retail Banking verzeichnete ein Volumenwachstum. Die Gesamteinnahmen kletterten hier um acht Prozent auf 2,037 Mrd. GBP. Die Anzahl der neu eröffneten Konten betrug 130 000. Die Kundeneinlagen seien im Durchschnitt um sechs Prozent auf 56,8 Mrd GBP gewachsen. Nicht zinsgebundene Einnahmen legten im ersten Halbjahr um neun Prozent auf 661 Mill. GBP zu.

In Kürze in USA zukaufen

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Die Royal Bank of Scotland will schneller als angekündigt in den USA durch weitere Akquisitionen expandieren. Wie der CEO Fred Goodwin nach der Vorlage der Zahlen für das erste Halbjahr mitteilte, verlaufe die Integration von Mellon zügiger als erwartet. Ursprünglich hatte die Bank eine Dauer von drei Jahren für die Eingliederung des im vergangenen Jahr erworbenen US-Finanzinstituts in ihre Tochter Citizen angesetzt.

Nach Aussage des CEO ist die Royal Bank of Scotland in den USA besonders an Finanzinstituten interessiert, die eine starke Präsenz im Retail aufweisen. Regional würden Regionen wie New England oder die Mid-Atlantics bevorzugt, wo die Bank bereits vertreten sei.

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