Volvo hält bisher 45,5 % an Scania
Volvo bestätigt Gespräche mit VW über Scania

Ob dabei konkret über einen Verkauf gesprochen werde, wollte der Volvo-Sprecher allerdings nicht sagen.

vwd WOLFSBURG/STOCKHOLM. In die Anteilverhältnisse bei der Scania AB, Södertälje, scheint Bewegung zu kommen. Volvo bestätigte am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur Dow Jones, dass mit der Volkswagen AG Gespräche über die bei Volvo vebliebenen Scania-Anteile aufgenommen worden seien.

Ob dabei konkret über einen Verkauf gesprochen werde, wollte der Volvo-Sprecher allerdings nicht sagen. Ein VW-Sprecher wollte dies "nicht kommentieren". Gegenüber der schwedischen Zeitung "Dagens Industri" bestätigte ein weiterer Volvo-Sprecher Per Löjdquist, dass "Diskussionen eingeleitet" wurden.

Volvo hält einen Scania-Anteil von 45,5 Prozent, der einem Stimmrechtanteil von 30,6 Prozent entspricht. Dieser Anteil soll dem Unternehmen zufolge nicht gestückelt werden, muss aber aus Wettbewerbsgründen innerhalb von drei Jahren verkauft werden. VW hatte im Frühjahr einen Kapitalanteil an Scania von 18,7 Prozent erworben, der allerdings 34 Prozent der Stimmrechte und damit die unternehmerische Führung sichert. Der VW-Vorstandsvorsitzende Ferdinand Piech hatte zwar betont, dass VW an einer Anteilsaufstockung nicht interessiert ist.

Auch der Scania-Vorstandsvorsitzende Leif Östling hatte jüngst erklärt, dass er eine weitere Anteilsaufstockung nicht befürwortet. Durch den von VW angekündigten Rückkauf eigener Aktien sind aber entsprechende Spekulationen genährt worden.

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