Vom Vorstoß überzeugt
Gatlin-Trainer hat THG-Skandal aufgedeckt

Der Trainer von Sprint-Olympiasieger Justin Gatlin hat den Skandal um das Designersteroid Tetrahydrogestrinon (THG) aufgedeckt. Dies hat der US-Coach Trevor Graham nach dem 100-m-Finale von Athen erstmals zugegeben, berichteten die amerikanischen Zeitungen "L.A. Times" und "New York Times" am Montag auf ihren Websites.

HB ATHEN. Danach war es Graham, der anonym im Juni 2003 eine Spritze mit der neuartigen Doping-Substanz THG an die amerikanische Anti- Doping-Agentur (USADA) schickte. Damit kamen die US-Behörden auch dem kalifornischen Bay Area Laboratory Co-operative (Balco) auf die Spur, das zahlreiche Spitzensporter mit Doping-Mitteln versorgt haben soll.

"Ich war nur ein Trainer, der glaubte, das richtige zur richtigen Zeit zu tun", erklärte Graham seine Motivation, den größten Doping-Skandal in den USA ins Rollen zu bringen. Auf die Frage, ob Gatlin auch ohne die von ihm ausgelösten Affäre die Goldmedaille in Athen gewonnen hätte, sagte er: "Ich konnte damals nicht voraussehen, was passieren würde. Ich weiß es nicht."

Im Zuge des THG-Skandals wurden der britische Sprinter Dwain Chambers sowie die US-Athleten Regina Jacobs, Kevin Todt, Melissa Price und John McEwan jeweils für zwei Jahre gesperrt. Nach Ermittlungen durch US-Behörden im Balco-Labor wurde auch die US- Sprinterin Kelli White mit einem zweijährigen Bann belegt. Gegen ihren Landsmann und 100-m-Weltrekordler Tim Montgomery läuft noch ein Verfahren. Nicht nachgewiesen werden konnten bisher der dreimaligen Olympiasiegerin Marion Jones (USA) Verbindungen zu Balco.

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