Von 12,9 Prozent auf 14 Prozent?
BKK für Heilberufe vor massiver Beitragssatzerhöhung

Eine der zehn größten Betriebskrankenkassen, die BKK für Heilberufe, steht vor der dritten Beitragssatzerhöhung seit 2001 - und würde dann in Sachen Beitragssatz mit den gesetzlichen Kassen gleichziehen.

Reuters BERLIN. Der Vorsitzende des nordrhein-westfälischen BKK-Landesverbandes, Jörg Hoffmann, sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Montag, zu erwarten sei eine Erhöhung des Beitragssatzes von derzeit 12,9 Prozent auf einen Wert um die 14 Prozent. Der Verwaltungsrat werde die Anhebung am Dienstag beschließen. Die BKK für Heilberufe mit rund 550.000 Mitgliedern hatte den Beitragssatz vergangenes Jahr von 11,9 Prozent auf 12,4 Prozent und Anfang 2002 auf 12,9 Prozent angehoben.

Hoffmann begründete den Anstieg mit der veränderten Mitgliederstruktur der BKK. Von anderen Kassen seien zahlreiche Mitglieder mit hohen Versorgungskosten zur BKK für Heilberufe gewechselt. Das Bundesgesundheitsministerium hatte den BKK stets vorgeworfen, durch einseitiges Umwerben junger und gesunder Personen ihre Beitragssatz gering halten zu können. Während der durchschnittliche Beitragssatz aller gesetzlichen Kassen bei 14 Prozent liegt, verlangen die BKK im Schnitt 13,1 Prozent.

Nach Angaben des BKK-Bundesverbands haben seit Anfang des Jahres etwa zehn Prozent der knapp 300 BKK ihre Beitragssätze erhöht. Nach einem vom Bundesgesundheitsministerium verfügten mehrmonatigen Stopp ist es für gesetzlich Krankenversicherte seit Anfang 2002 wieder möglich, die Kasse zu wechseln. Anders als zuvor ist der Wechsel nun immer möglich, nicht mehr nur zu einem einzigen Stichtag im Jahr.

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