Von Abhängigkeit zu Wechselkursen gelöst
Gold profitiert von Status als sicherer Hafen

Gold hat am Donnerstag im europäischen Geschäft von seinem Status als sichere Anlage profitiert und den höchsten Stand seit zehn Wochen markiert. Neu aufkommende Sorgen über die ökonomische und geopolitische Entwicklung habe trotz eines etwas höheren Dollar risikoscheue Investoren in die als sicher geltenden Anlagen getrieben, erklärten Händler.

Reuters LONDON. Damit habe sich Gold vor dem Hintergrund schwacher US-Konjunkturdaten und nach den Anschlägen in Saudi-Arabien von seiner Abhängigkeit von den Wechselkursen gelöst. "Wir scheinen, aus welchen Gründen auch immer, die enge Korrelationen etwas zu brechen, die zuletzt zwischen Gold und dem Euro geherrscht hatte," sagte eine Edelmetallexperte in London.

Gold hat in den letzten Wochen im Soge des zum Dollar anziehenden Euro fast 40 Dollar zugelegt. Der schwache Dollar machte das in der US-Devise angeschriebene Edelmetall für in Euro rechnende Investoren attraktiver.

Die Feinunze Gold war zuletzt für 353,40/354,10 Dollar zu haben nach einem Vortagesschluss in New York von 351,90/352,70 Dollar. Das Tageshoch lag bei 355,50 Dollar. Das Londoner Nachmittagsfixing erfolgte bei 354,25 Dollar nach 353,85 Dollar am Morgen und 353,55 Dollar am Mittwochnachmittag.

Marktteilnehmer schlossen einen weiteren Anstieg des Goldpreises nicht aus. Neben dem Sicherheitsaspekt dürften auch die gegenwärtig neu entstehenden Investment-Produkte rund um Gold Anleger auf das Metall aufmerksam machen. Darüber hinaus könnte der Durchbruch durch den Widerstand bei 350 Dollar weiteres Interesse anziehen. "Gold über 350 Dollar wird langsam eine gute Werbung für sich selber. Je höher es geht, desto mehr Aufmerksamkeit kriegt es," sagte ein Edelmetallanalyst.

Gold liegt allerdings noch über 30 Dollar unter dem im Februar erreichten Sechseinhalbjahre-Hoch von 388,50 Dollar.

Unter den übrigen Edelmetallen sank Silber im Vergleich zum New Yorker Mittwochsschluss von 4,84/4,4,86 Dollar auf 4,77/4,79 Dollar. Platin lag bei 663/668 Dollar und Palladium wurde mit 155,50/161,50 Dollar nach 155/160 Dollar angeschrieben.

kdo/och REUTERS

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