Von Caroline Link bis Emil Jannings
Hintergrund: Deutsche Oscar-Preisträger

Mit einem Oscar, der begehrtesten Filmtrophäe der Welt, sind auch immer wieder Deutsche ausgezeichnet worden. Der erste war Emil Jannings, der 1929, gleich im ersten Jahr der Oscar- Verleihung, als bester Hauptdarsteller geehrt wurde.

HB/dpa HAMBURG. Der wohl bekannteste deutsche Oscar-Gewinner ist der Regisseur Volker Schlöndorff, dessen Film "Die Blechtrommel" 1980 als bester ausländischer Film gewürdigt wurde. Die meisten Academy Awards bekam der Münchner Filmpionier August Arnold, der Erfinder der ersten industriell gefertigten 35-mm-Spiegelreflex-Filmkamera Arriflex 35. Arnold erhielt insgesamt sieben Auszeichnungen der Akademie in der Sparte "Scientific Or Technical Award". Die bisherigen deutschen bzw. deutschstämmigen "Oscar"- Preisträger:

2003 - Caroline Link, Regisseurin, für den Film "Nirgendwo in Afrika" als bester fremdsprachiger Film

2001 - Florian Gallenberger für "Quiero Ser" (Ich möchte sein) als besten Kurzfilm

1997 - Thomas Stellmach und Tyron Montgomery für den besten Zeichentrick-Kurzfilm ("Quest") sowie Volker Engel für die besten visuellen Effekte ("Independence Day")

1996 - Firma Denz in der Sparte Technical Achivement Award (Academy Certificate) für die Entwicklung einer flackerfreien Farbvideokamera

1995 - Hans Zimmer, Komponist, für die Filmmusik zu dem Disney-Film "Der König der Löwen"

1994 - Pepe Danquart für den besten Kurzfilm ("Schwarzfahrer")

1993 - Erich Kästner erhält für sein Lebenswerk als Kamerakonstrukteur den Gordon E. Sawyer Award

1990 - Wolfgang und Christoph Lauenstein für "Balance" als den besten kurzen Zeichentrickfilm (Animationsfilm)

1980 - Volker Schlöndorff, Regisseur, für den Film "Die Blechtrommel" als bester fremdsprachiger Film

1972 - Rolf Zehetbauer, Filmarchitekt, für die Ausstattung des Musical-Films "Cabaret"

1967 - August Arnold, Ingenieur und Direktor sowie Mitinhaber der kinotechnischen Firma Arnold & Richter KG (München), in der Sparte Scientific or Technical Award (Class II - Plakette) für die Erfindung der ersten serienmäßig gefertigten 35-mm- Spiegelreflexkamera ("Arriflex 35")

1960 - Professor Bernhard Grzimek, Tierforscher, für den besten Dokumentarfilm ("Serengeti darf nicht sterben")

1955 - Karl Freund in der Sparte Technical Achievement Award für das Multicam-System, bei dem drei Filmkameras gleichzeitig drehen, was die Serienproduktion beschleunigte

1952 - Franz Wachsmann (Waxman) für die Filmmusik in "A Place in the Sun"

1951 - Franz Wachsmann, Komponist, für die Filmmusik in "Sunset Boulevard"

1948 - Alfred Junge, Art Director (künstlerischer Leiter) für den Film "Black Narcissus" in der Sparte "Art Direction - Color"

1947 - Ernst Lubitsch, deutsch-amerikanischer Regisseur, Schauspieler, Produzent, erhält einen Ehren-Oscar (Honory Award) für seinen hervorragenden Beitrag zur Filmkunst

1938 - Karl Freund, Kameramann und Regisseur, für die Kamera-Arbeit im Melodram "The Good Earth" (Best Cinematography)

1929 - Emil Jannings als bester Hauptdarsteller in den US- Stummfilmen "Sein letzter Befehl" und "Der Weg allen Fleisches"

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