Von festeren Wall Street profitiert
Europäische Börsen schließen uneinheitlich

Reuters. Die europäischen Börsen haben am Mittwoch uneinheitlich geschlossen. Der Verweis der US-Notenbank Fed am Dienstagabend bei ihrer Zinssenkung auf weiter bestehende Abwärtsrisiken der US-Konjunktur hat Händlern zufolge die Märkte belastet. Allerdings hätten einige Märkte im späten Handel von einer festeren Wall Street profitiert. Dort sei im Verlauf des zunächst noch verlustreichen Handels Optimismus unter Marktteilnehmern aufgekommen, dass die jüngsten Zinssenkungen der Fed die lahmende Wirtschaft wieder beleben könnten.

Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz notierte kurz vor Börsenschluss in Frankfurt 0,08 Prozent höher bei 4 234 Punkten, während der Euro-Stoxx-50-Index für die Standardwerte aus der Europäischen Währungsunion (EWU) um 0,17 Prozent auf 4 446 Punkte nachgab.

In New York legten die Aktienmärkte im Verlauf zum Teil kräftig zu. Der Dow Jones gewann um 1,8 Prozent auf 11 075, der Nasdaq-Index um rund zwei Prozent auf 2 128 Zähler.

LONDON - Höher zum Handelsende

Die Londoner Börse schloss freundlich. Der FTSE-Index gewann 0,72 Prozent auf 5 884 Zähler. Nach einem verlustreichen Handelstag hätten die Kurse im Sog einer freundlichen Wall Street ins Plus gedreht, sagten Händler. Allen voran verbuchten Pharma- und Bergbauwerte Kurszuwächse. Zu den Gewinnern zählten die Titel des Pharmakonzerns AstraZeneca und des Bergbau-Unternehmens Anglo American, die um 2,5 und sechs Prozent anzogen.

ZÜRICH - Von anfänglichen Verlusten erholt

Die Schweizer Börse hat am Mittwoch nach einer über weite Strecken etwas schwächeren Sitzung erholt geschlossen. Händler sagten, nachdem die US-Zinssenkung den Kursen nicht unbedingt geholfen habe, sei der Markt dann im Zuge der schwächer als erwartet ausgefallenen US-Teuerung und den sich erholenden US-Aktien nach oben geschwenkt. Der SMI Index schloss 0,26 Prozent höher auf 7 568,3 Punkten.

PARIS - Alcatel im Minus

Die französischen Aktienwerte präsentierten sich schwach. Der Blue-Chip-Index CAC 40 verlor um 0,4 Prozent auf 5 522 Zähler. Gezogen wurde der Index von Technologie- und Finanztiteln. Der Kurs des Telekomausrüsters Alcatel fiel dagegen um rund vier Prozent, nachdem die Gesellschaft mitgeteilt hatte, dass einer ihrer größeren Klienten mit einem Projekt im Verzug sei.

MAILAND - knapp behauptet

Die italienischen Aktienwerte schlossen im Schnitt kaum verändert zu ihren Vortageskursen. Der Mib-30-Index beendete den Handel 0,2 Prozent im Minus bei 39 820 Zählern. Zu den größten Verlierern zählten die Titel des Energiekonzerns Montedison, die um mehr als vier Prozent abgaben. Händler führten den Rückgang auf Spekulationen im Markt zurück, wonach ein Anteilskauf durch eine französische Gesellschaft bevorstehe.

MADRID - Schwach mit Verlusten bei Telefonica

Die Börse in Madrid präsentierte sich schwach. Der Ibex 35-Index schloss 0,8 Prozent tiefer bei 9 588 Punkten. Verluste von 2,4 Prozent verzeichneten die Titel von Index-Schwergewicht Telefonica, nachdem der Telekomkonzern mit seinem Quartalsergebnis im Großen und Ganzen den Erwartungen der Analysten entsprochen hatte.

AMSTERDAM - Philips im Minus

Die niederländischen Aktienwerte tendierten bei flauem Handel schwach. Der AEX-Index schloss 0,7 Prozent im Minus bei 585 Punkten. Verluste verzeichnete vor allem der Technologie-Sektor. Der Aktienkurs des Elektronikkonzerns Philips büßte 2,66 Prozent ein. Zulegen konnten dagegen die Aktien des Kabelanbieters UPC.

WIEN - Gut behauptet mit OMV im Plus

An Mittwoch waren die Titel von OMV das Zugpferd an der Wiener Börse. Marktteilnehmer führten als Begründung weiterhin die in der Vorwoche veröffentlichten starken Quartalszahlen an. OMV konnten um 3,44 Prozent auf 102,15 Euro zulegen. Der Gesamtmarkt präsentierte sich freundlich bei einem ATX-Schlusskurs von 1 197,09 Punkten oder einem Plus von 0,28 Prozent.

BRÜSSEL - Schwächer mit Verlusten bei Agfa

Die belgischen Aktienwerte tendierten schwächer. Der Bel-20-Index notierte 0,78 Prozent tiefer bei 2 781 Punkten. Der Aktienkurs des Fototechnikkonzerns Agfa Gevaert verlor um mehr als drei Prozent auf 17,15 Euro und damit auf den niedrigsten Stand seit März vergangenen Jahres. Händler führten das auf eine Gewinnwarnung vor einigen Wochen zurück. Der Wert des Biotechnologie-Unternehmens Innogenetics kletterte um 9,65 Prozent auf 20,27 Euro nach der Ankündigung einer strategischen Allianz mit dem Schweizer Pharmaunternehmen Roche.

STOCKHOLM - Ericsson im Minus

Die Stockholmer Börse präsentierte sich zum Handelsschluss freundlich. Der OMX-Index notierte am Abend 0,49 Prozent höher auf 906,71 Punkten. Die Titel von Schwergewicht Ericsson gaben allerdings 1,6 Prozent ab.

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