Von positiven Unternehmensnachrichten und US-Börsen beflügelt
Kurskorrektur am Neuen Markt

Einzelne Werte haben am Montag von guten Nachrichten profitiert. Insgesamt herrscht am Neuen Markt aber verhaltene Stimmung. Erst die freundliche Eröffnung der US-Börsen verhalf dem Nemax bis zum Abend zu einem Plus von 1,2 Prozent auf 868 Zähler. Der Nemax 50 stieg um 1,7 Prozent auf 845 Punkte.

FRANKFURT/M. Die Skandale und ihre Aufarbeitung lassen den Neuen Markt nicht los: Gegen die EM.TV. -Brüder Thomas und Florian Haffa soll ein Strafverfahren eingeleitet werden, im Fall Infomatec wird angeblich auch gegen die WestLB wegen Beihilfe zum Kapitalanlagebetrug ermittelt. Dass bei Phenomedia Bilanzen manipuliert worden sind, ist nicht neu. Dass Manager ihr Fehlverhalten offen eingestehen allerdings schon. Fast möchte man die beiden Phenomedia-Vorstände Markus Scheer und Björn Denhard für ihre "Ehrlichkeit" loben, aber nur fast: Wenigstens haben sie zugegeben, seit Mitte 2001 nicht existente Forderungen in einer Höhe von rund 10 Mill. Euro in die Bilanz gebucht zu haben.

Wenn kein Tag ohne Meldungen über Verfehlungen oder ihre Konsquenzen vergeht, ist nicht verwunderlich, dass sich die Stimmung am Neuen Markt nicht deutlich aufhellt. Dabei bieten die jüngsten Meldungen zumindest Anhaltspunkte dafür, dass viele Firmen auf dem Weg der Gesundung sind. So gab der Anlagenbauer Steag Hamatech gestern bekannt, dass die Firma durch Sparmaßnahmen den Weg zurück in die Gewinnzone geschafft habe. Der Ertrag vor Gewinn und Steuern betrug im ersten Quartal 1,7 Mill. Euro nach einem Verlust von 5,2 Mill. Euro in den ersten drei Monaten des Vorjahres. Ein zusätzlich um 50 % gestiegener Auftragseingang stimmte die Anleger wieder optimistischer. Nachdem sich der Kurs in der vergangenen Woche gefährlich nahe dem Allzeittief angenähert hatte, legte die Aktie innerhalb von wenigen Tagen rund ein Viertel an Wert zu. Gestern gehörten Steag Hamatech mit einem Plus von 8,8 % auf 5,64 Euro zu den großen Tagesgewinnern im Auswahlindex Nemax 50.

Mit in der Spitzengruppe befanden sich auch GPC Biotech und Kontron. Die vor der Fusion mit Jumptec stehende Kontron konnte zwei Aufträge zur Lieferung von miniaturisierten Computern im Volumen von fast 11 Mill. Euro melden. Der Kurs legte - allerdings von einem Allzeittief kommend - um 8 % auf 8,15 Euro zu. Die Aktie von GPC profitierten mit einem Plus von 3,8 % auf 7,20 Euro davon, dass das Biotechunternehmen von der Europäischen Kommission für zehn Jahre das alleinigen Vermarktungsrecht für ihr Medikament zur Behandlung von Speiseröhrenkrebs erhalten hat.

Aus der zweiten Reihe konnte wieder einmal Mensch und Maschine mit steigendem Umsatz und Gewinn aufwarten. Der Aktie verhalf das zu einem Plus von 6 % auf 13,05 Euro und damit zum höchsten Stand seit September. Einen Großauftrag über 35 Mill. Euro für die Tochter ND Satcom ließ die Augusta-Aktien um 4 % nach oben ausschlagen. Die Papiere der im Nemax 50 notierte Augusta-Tochter Pandatel stiegen sogar um 4,6 %.

Quelle: Handelsblatt

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