Von Telekomwerten belastet
Europäische Börsen erleiden Kursverluste

Die europäischen Börsen sind am Montag durch Kursverluste der jeweiligen Indexschwergewichte France Telecom und Deutsche Telekom deutlich unter Druck geraten.

Reuters. Auf Grund des Labour Day-Feiertags in den USA seien keine weiteren positive Impulse zu erwarten, sagten Händler. Am Freitag war der Dow-Jones-Index mit einem Plus von 0,30 Prozent auf 9949,75 Punkten aus dem Handel gegangen. Der technologielastige Nasdaq-Composite-Index hatte die Sitzung mit 0,77 Prozent höher auf 1.805,43 Punkte beendet.



Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz tendierte gegen Mittag um 2,03 Prozent leichter auf 3669,28 Zählern. Der Euro-Stoxx-50-Index für die Blue Chips aus der Europäischen Währungsunion (EWU) lag mit 3581,72 Punkten 1,56 Prozent im Minus.

Börse LONDON:

Bank-, Öl- und Telekomtitel im Minus

An der Londoner Börse haben die Standardwerte im Minus notiert. Der FTSE-Index verbuchte einen Abschlag von 0,95 Prozent auf 5294,1 Punkte. Betroffen von Kursverlusten waren nach Händlerangaben Banken-, Öl- und Telekomtitel. So verbilligten sich die Papiere der Royal Bank of Scotland um mehr als zwei Prozent auf 168,45 Pence. Shell-Aktien gaben 2,20 Prozent auf 555 Pence nach. Und die Titel des Indexschwergewichtes British Telecom notierten im Verlauf um 1,01 Prozent schwächer bei 417,45 Pence. Händler erklärten die Kursabgaben bei BT mit Befürchtungen am Markt, BT könne nach der Abspaltung seiner Mobilfunksparte BT Wireless, die jetzt den Namen mmO2 trägt, mit mehr Schulden als erwartet belastet sein.

Börse ZÜRICH:

Belasted von Swissair und ABB

Angeführt von Kursabgaben der Aktien von Swissair und ABB hat die Schweizer Börse im Minus notiert. Der SMI-Index tendierte um 1,51 Prozent leichter auf 6483,5 Punkten. "Es gibt keine positiven Nachrichten, die den Markt stützen könnten. Zudem ist der weltweite Konjunkturausblick auch nicht so gut", sagte ein Händler. Die Papiere der Fluggesellschaft Swissair weiteten ihre Kursverluste aus und notierten mit 87,90 Schweizer Franken (sfr) mehr als fünf Prozent leichter, nachdem sie zwischenzeitlich mit 87 sfr auf den tiefsten Stand seit Anfang 1993 gefallen waren. Händlern zufolge, seien Investoren über die finanzielle Situation des Unternehmens besorgt. ABB-Aktien rutschen mehr als sechs Prozent in Minus auf 16,75 sfr. "Angesichts der Marktschwäche ist es für Hedgefonds leicht die Kurse noch weiter zu drücken. Bei ABB waren Hedge-Fonds aktiv", sagte ein Händler.

Börse PARIS:

Index unterschreitet 4600 Punkte-Marke

Der CAC-40-Index ist am Montag im Verlauf zeitweise unter die Marke von 4600 Punkten gefallen und markierte zwischenzeitlich mit 4.596,78 den tiefsten Stand sei Oktober 1999. Gegen Mittag lag der Index mit 4602,54 Punkten 1,88 Prozent im Minus. Zu den größten Kursverlierern gehörten die Papiere des Börsenschwergewichts France Telekom. Die Papiere gaben 5,89 Prozent auf 33,26 Euro ab. Belastend wirkten sich Händlern zufolge zum einen Befürchtungen aus, die Aktien könnten aus dem DJ Stoxx 50 Index genommen werden. Zum anderen wurde befürchtet, dass weiterhin mehrere Millionen Aktien der Deutschen Telekom plaziert werden könnten und den Markt insgesamt belasten würden. Die Papiere des Autoherstellers Renault verloren 6,09 Prozent auf 42,68 Euro, nachdem Investoren für den Monat August mit weniger registrierten Fahrzeugen rechneten.

Börse MAILAND:

UniCredito schwächer

Die Mailänder Börse hat ebenfalls leichter notiert. Der Mib30-Index fiel bis gegen Mittag um 1,50 Prozent auf 34.116 Punkte. Im Mittelpunkt standen Händlern zufolge die Papiere von UniCredito. Am Markt hielten sich Spekulationen UniCredito plane den Kauf der deutschen Commerzbank. UniCredito-Aktien lagen mit 4,48 Euro 5,37 Prozent im Minus. Die Aktien von Mediolanum fielen um 1,37 Prozent auf 12,27 Euro, nachdem Zeitungen berichtet hatten, das Unternehemen könne mit dem Versicherer Generali fusionieren. Generali-Titel gaben 1,26 Prozent auf 34,45 Euro nach.

Börse MADRID:

Telefonica

im Minus

Wie die europäischen Nachbarbörsen hat die Madrider Börse leichter tendiert. Der Ibex-Index lag mit 8154,7 Punkten zwei Prozent im Minus. Trotz der besser als erwartet ausgefallenen Halbjahreszahlen, gaben die Papiere von Telefonica im Verlauf mit 12,29 Euro um 3,83 Prozent ab. "Die Ergebnisse sind ziemlich gut. Aber der Markt zeigt absolut keinen Willen zu steigen", erklärte ein Händler die Kursabgaben. Gegen den Trend legten die Aktien des französisch-deutschen Tabakunternehmens Altadis um 0,57 Prozent auf 17,75 Euro zu. Das Unternehmens hatte seinen Gewinn im ersten Halbjahr um 34 Prozent steigern können.

Börse AMSTERDAM:

Belastet von KPN

Belastet von KPN-Aktien haben die Standardwerte in Amsterdam im Minus notiert. Der AEX-Index gab um 1,81 Prozent auf 514,17 Punkte nach. Trotz besser als erwarteter Quartalszahlen rutschen die Papiere von KPN Telecom um fast zehn Prozent auf 2,82 Euro ab. Investoren seien enttäuscht gewesen, dass sich das Unternehmen nicht zu zukünftigen Plänen geäußert habe, sagte ein Händler. Belastet von KPN zeigten sich auch die Aktien des Joint Ventures KPN Qwest. Sie gaben im Verlauf 8,73 Prozent auf 6,59 Euro nach.

Börse WIEN:

ATX-Index erneut unter 1200 Punkte

Die Börse in Wien hat erneut schwächer unter der Marke von 1200 Punkten notiert. Gegen Montagmittag lag der ATX-Index bei geringen Umsätzen mit 0,64 Prozent im Minus auf 1192,41 Zählern. Ein höheres Handelsvolumen verzeichneten Händlern zufolge lediglich die Werte von CyberTron, die mit 2,30 Euro um mehr als 14 Prozent zulegten. Telekom Austria-Titel verteuerten sich um 0,28 Prozent auf 7,23 Euro.

Börse BRÜSSEL:

GIB im Fokus

Die Brüssler Börse hat bei einem Händlern zufolge geringem Handelsvolumen leichter notiert. Der Bel20-Index lag mit 2882,40 Punkten 0,37 Prozent im Minus. Im Fokus standen Händlern zufolge die Aktien der Holding GIB. Die Papiere stiegen im Verlauf auf 4,08 Prozent auf 52,25 Euro, nachdem das Unternehmen den Verkauf seiner Immobilientochter bekannt gegeben hatte. Nach anfänglichen Kursgewinnen drehten Fortis-Aktien dagegen ins Minus und notierten mit 30,60 Euro um 0,20 Prozent leichter.

Börse STOCKHOLM:

Ericsson

und Nokia im Minus

Der OMX-Index an der Stockholmer Börse notierte gegen Mittag mit 1,54 Prozent bei 781,41 Punkten ebenfalls im Minus. Ericsson-Aktien gaben um 1,10 Schwedische Kronen (skr) auf 49,80 skr nach. Nokia-Aktien verbilligten sich um 2,50 skr auf 159 skr.

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