Von „Terminator III“ bis „3 Engel für Charlie“
Pro Sieben Sat.1 sichert sich exklusiv Sony-Filmrechte

Die Münchener Sendergruppe Pro Sieben Sat.1 hat sich die Ausstrahlrechte für die Spielfilme der Jahr 2001 bis 2003 von Sony Pictures Entertainment gesichert. Zugleich wies ein Sprecher einen Pressebericht zurück, wonach der Aufsichtsrat den Konzern von externen Medienfachleuten durchleuchten lassen will, um die Profitabilität zu steigern und die Strategie zu überprüfen.

Reuters MÜNCHEN. In Branchenkreisen hieß es am Mittwoch, das von Pro Sieben Sat.1 erworbene Filmrechte-Paket habe einen Gesamtwert im "unteren dreistelligen Millionen-Bereich". Ein Konzernsprecher wollte diese Zahl nicht kommentieren. "Der Vertrag mit Sony Pictures Television International sichert der Pro Sieben Sat.1-Gruppe sämtliche Blockbuster des US-Major-Studios der letzten drei Jahre", erklärte Konzernchef Urs Rohner. Damit werde die Senderfamilie ihre Position als führender Anbieter von Kinofilmen aus Hollywood stärken.

Die im MDax gelistete Pro Sieben Sat.1-Vorzugsaktie notierte am Abend mit 6,36 Euro um 1,8 Prozent im Plus.

Von "Terminator III" bis "3 Engel für Charlie"

Das Rechte-Paket umfasse über 80 Spielfilme sowie mehrere Fernsehfilme und-serien, hieß es. Darunter befänden sich auch die Streifen "Spider-Man" mit Tobey Maguire und "Men in Black II" mit Will Smith und Tommy Lee Jones. Darüber hinaus seien beispielsweise die aktuell im Kino laufenden Action-Filme "3 Engel für Charlie - Volle Power" und "Terminator III" mit Arnold Schwarzenegger enthalten.

Unterdessen berichtete die "Süddeutsche Zeitung" vorab aus ihrer Donnerstagausgabe, der ProSiebenSat.1-Aufsichtsrat wolle mit externen Experten Strategie und Standorte des Konzerns überprüfen. Die Fachleute sollten bis Mitte September Vorschläge erarbeiten, um Profitabilität und Effizienz zu steigern.

Ein Unternehmenssprecher sagte hierzu, es handele sich "um eine Plausibilitätsprüfung", die auf Bitte des Vorstands eingeleitet worden sei. Hintergrund sei die neue Zusammensetzung des Aufsichtsrats sowie die andauernden öffentlichen Spekulationen um die Ausrichtung der Gruppe, denen man ein Ende bereiten wolle. Es gebe keinen Dissens zwischen dem Management und dem Kontrollgremium, auch sei nicht mit strukturellen oder strategischen Änderungen zu rechnen. Zu Mutmaßungen in dem Artikel, wonach ProSiebenSat.1 im zweiten Quartal einen Gewinn von über 33 Millionen Euro verbuchte, lehnte der Sprecher einen Kommentar ab. Richtig sei jedoch, das der Konzern für diesen Zeitraum bereits einen Gewinn angekündigt habe.

Zuletzt schwächer abgeschnitten

Deutschlands größter TV-Konzern ist Teil des zusammengebrochenen Imperiums von Leo Kirch und sollte ursprünglich von dem US-Investor Haim Saban übernommen werden - ein Plan der Anfang Juni platzte. Nun soll die Sendergruppe vorerst unter der Kontrolle der insolventen Kirch Media verbleiben, wobei auch geringere Beteiligungen der Kirch-Gläubigerbanken nicht ausgeschlossen sind.

Pro Sieben Sat.1 hatte sich zuletzt am Markt schlechter geschlagen als der Hauptkonkurrent RTL, der unter anderem mit "Deutschland sucht den Superstar" Marktanteile gewinnen konnte. Für das Gesamtjahr plant Pro Sieben Sat.1 trotz der nach wie vor schwachen Werbemärkte schwarze Zahlen.

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