Von Toxikologen betreut
Deutsche Geiseln werden jetzt in München behandelt

Die beiden deutschen Überlebenden des Moskauer Geiseldramas werden in München von Toxikologen betreut. Prof. Thomas Zilker vom Uniklinikum "Rechts der Isar" sagte der Hörfunkagentur BLR und Radiodienst am Sonntag: "Es schaut so aus, als würden sie sich vollständig erholen."

ddp BERLIN. Einer der beiden sei noch auf der Intensivstation. Bei den Patienten handelt es sich um ein junges Mädchen aus Bayern und einen Mann aus Baden-Württemberg.

Da nicht klar sei, auf welches Gas ihre Vergiftungen zurückzuführen sind, werden sie noch "ein bis zwei Tage" in der Toxikologischen Abteilung des Krankenhauses bleiben. Dorthin waren sie in der Nacht zum Sonntag ausgeflogen worden. Abteilungsleiter Zilker vermutet, dass es sich um "Lachgas" gehandelt haben könnte. Dies schließe er aus den Symptomen der Kranken. Lachgas sei ein altes Narkosegas, das früher auch in Deutschland zu medizinischen Zwecken benutzt wurde. Endgültige Aufklärung könnten jedoch nur die Moskauer Behörden geben, "die das offensichtlich nicht wollen".

Vor der Stürmung des von tschetschenischen Rebellen besetzten Musical-Theaters hatten Sondereinsatzkräfte Gas ins Innere geleitet und so die Geiselnehmer, aber auch Hunderte ihrer Gefangenen betäubt. Insgesamt kamen letzten Berichten zufolge 118 Geiseln ums Leben. Ursache soll bei vielen das Gas gewesen sein.

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