Von wegen Null-Toleranz-Politik
Mit zweierlei Maß

Die drei Radprofis Padrnos, Zanini und Peron dürfen trotz Doping-Ermittlungengegen sie bei der Tour de France starten. Das Tour-Direktorium gibt damit seinen Kritikern eine Steilvorlage.

HB LÜTTICH. Denn mit dieser Entscheidung legen die Verantwortlichen ihre Null-Toleranz-Politik beim Thema Doping offensichtlich willkürlich aus. Während 15 Tour-Kandidaten, gegen die seit dem Giro d'Italia 2001 Doping-Ermittlungen laufen, nicht starten dürfen, erhielten am Freitag diese drei belasteten Fahrer grünes Licht für die an diesem Samstag in Lüttich beginnende Frankreich-Rundfahrt.

Der Tscheche Pavel Padrnos aus dem Team von Lance Armstrong, der für Jörg Jaksche bei CSC eingesprungene Andrea Peron (Italien) und dessen Landsmann Stefano Zanini von Quickstep dürfen starten, obwohl gegen sie seit drei Jahren in Italien ermittelt wird. Die Tour geht also mit 188 Startern aus 21 Teams auf die Reise.

Der Euskaltel-Profi Gorka Gonzalez aus der Iban-Mayo-Mannschaft wies auffällige Blutwerte auf und wurde ausgeschlossen, ohne dass Ersatz benannt werden durfte.

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