Vor allem Frauen sollen Medaillen holen
Deutsche Judoka gehören zu den Favoriten

Den deutschen Judoka werden - sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern - gute Medaillen-Chancen eingeräumt. Zwar sticht beim "starken Geschlecht" vor allem Florian Wenner hervor, doch werden die anderen Athleten auch als Geheimtipps gehandelt. Sollte es zu den erhofften Erfolgen kommen, so könnte die deutsche Judo-Delegation die Nationenwertung stark beeinflussen.

HB DÜSSELDORF. Die Erfolge bei der WM 2003 in Osaka haben die Athleten des Deutschen Judo-Bundes (DJB) nicht nur zu Favoriten gemacht, sondern ihnen auch die notwendigen Startplätze gesichert. Sieben Frauen und fünf Männer schickt der Verband nach Athen. Das ist ein Athlet mehr als vor vier Jahren in Sydney.

Einen kleinen Dämpfer gilt es dennoch zu verkraften: Denn nur bei den Frauen ist der DJB mit einer kompletten Staffel beim Olympia-Turnier vertreten. Männer-Bundestrainer Frank Wieneke verzichtet auf zwei Gewichtsklassen, da sich kein Kämpfer qualifizieren konnte.

Nach dem medaillenlosen Abschneiden der Männer in Australien geht das DJB-Team diesmal mit weitaus größeren Chancen an den Start. Dabei steht Florian Wanner (München-Großhadern) im Mittelpunkt. Der 26 Jahre alte Überraschungs-Weltmeister in der Klasse bis 81 kg ist zum DJB-Aushängeschild geworden und erster Anwärter auf Edelmetall. Oliver Gussenberg (Osnabrück) bis 60 kg sowie Michael Jurack (Abensberg) bis 100 kg sowie Andreas Tölzer (Mönchengladbach) über 100 kg könnten in Athen für eine Überraschung sorgen.

Die Frauen haben mehr Eisen im Feuer. Neben Ex-Europameisterin Sandra Köppen (Brandenburg) über 78 kg sind alle nominierten Amazonen für eine Medaille auf den olympischen Matten gut. In Sydney gab es lediglich einmal Bronze. Trainer Norbert Littkopf konnte trotz reduzierter Fördermittel alle Gewichtsklassen besetzen und hofft besonders auf Julia Matijass (Osnabrück/bis 48 kg), Anna von Harnier (Böblingen/bis 63 kg) und Uta Kühnen (Berlin), die in der Klasse bis 78 kg startet.

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