Vor Bayern-Wahl
Umfrage: CSU kann absolute Mehrheit verteidigen

Es wird knapp, könnte aber noch klappen: Die CSU erreicht laut einer Umfrage bei der Landtagswahl 50 Prozent. Bundesweit bleibt indes die Schwesterpartei uneinholbar.

HB HAMBURG/MÜBCHEN. Die Union bleibt nach dem Führungswechsel bei der SPD bei den Wahlabsichten der Deutschen mit weitem Abstand vorn. In der am Mittwoch veröffentlichten wöchentlichen Forsa-Umfrage für das Magazin „Stern“ und den Fernsehsender RTL verbesserte sie sich im Vergleich zur Vorwoche um 1 Punkt auf 38 Prozent. Die SPD liegt bei 25 Prozent, das ist 1 Punkt weniger als in der Forsa-Umfrage direkt nach dem Wechsel an der Parteispitze vor eineinhalb Wochen.

Die FDP fiel um 1 Punkt auf zehn Prozent. Für die Grünen würden sich erneut acht Prozent, für die Linke unverändert 14 Prozent entscheiden. fünf Prozent wollen "sonstige Parteien" wählen (+1).

Union und FDP liegen gemeinsam mit 48 Prozent knapp vor SPD, Grünen und Linken (zusammen 47 Prozent). SPD, FDP und Grüne (Ampel) kämen gemeinsam nur auf 43 Prozent der Stimmen.

Gefragt, wen die Wähler direkt zum Regierungschef wählen würden, entschieden sich 47 Prozent für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Sie hat damit einen Vorsprung von 19 Punkten vor SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier, der auf 28 Prozent kommt.

CSU kann absolute Mehrheit vermutlich verteidigen

Aufatmen kann der Umfrage zufolge die CSU in Bayern. Sie kann ihre absolute Mehrheit bei der Landtagswahl am 28. September trotz starker Verluste vermutlich verteidigen. Laut Forsa liegen die Christsozialen derzeit bei 50 Prozent. Das wäre ein Verlust von fast elf Punkten im Vergleich zur Wahl vor fünf Jahren.

CSU-Vize Horst Seehofer prophezeite ein Ergebnis von deutlich über 50 Prozent für die Regierungspartei. „Ich sage zwoundfünfzigkomma“, erklärte Seehofer im Fernsehsender N 24.

Zwar ist die Unzufriedenheit mit der langjährigen Regierungspartei und ihrer Führungsspitze im Freistaat ist groß. 39 Prozent der Bayern sagen, dass Beckstein und CSU-Chef Erwin Huber schlechtere Arbeit leisteten als ihr Vorgänger Edmund Stoiber. Unter den CSU-Anhängern sind sogar 48 Prozent dieser Meinung. 55 Prozent der Bayern meinen, die CSU verkörpere nicht mehr das bayerische Lebensgefühl. Davon können aber die Sozialdemokraten nicht profitieren.

Für die Sozialdemokraten wollen sich demnach nur 19 Prozent der bayerischen Wähler entscheiden. Bei der gemeinsamen Umfrage von "Stern" und dem Radiosender Antenne Bayern wurde eine Fehlertoleranz von plus/minus drei Prozentpunkten angegeben.

Die Grünen kommen in der Umfrage auf neun Prozent, rund 1 Punkt mehr als 2003. Die Freien Wähler könnten mit acht Prozent erstmals in den Landtag einziehen. Auch die FDP, die 14 Jahre lang nicht mehr im Parlament vertreten war, ist demnach mit sechs Prozent drin. Der Siegeszug der Linkspartei wird in Bayern der Umfrage zufolge gestoppt: Die Linke würde mit vier Prozent an der 5-Prozent-Klausel scheitern. Forsa befragte vom 8. bis 12. September 1101 repräsentativ ausgesuchte Wahlberechtigte in Bayern.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%