Vor dem Bundesparlament
Angeklagter serbischer Ex-Innenminister erschießt sich

Der als Kriegsverbrecher angeklagte frühere serbische Innenminister Vlajko Stojiljkovic hat sich am Donnerstag vor dem jugoslawischen Bundesparlament erschossen. Das berichteten Augenzeugen.

dpa BELGRAD. Die Leiche des Mannes sei weggebracht worden. Aus dem Krankenhaus, in das Stojiljkovic gebracht wurde, verlautete, er sei noch nicht klinisch tot.

Die Tat folgte nur Stunden, nachdem das Parlament ein Gesetz zur Zusammenarbeit mit dem UN-Kriegsverbrechertribunal verabschiedet hatte. Wegen Kriegsverbrechen angeklagten Bürgern Jugoslawiens droht jetzt die Auslieferung an das UN-Tribunal in Den Haag.

Das Tribunal verlangt die Überstellung mehrerer ranghoher Vertreter des gestürzten Regimes von Slobodan Milosevic wegen Verbrechen im Kosovo. Belgrader Regierungsvertreter hatten erklärt, es sei binnen zwei Wochen mit einer Auslieferungen zu rechnen.

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