Vor dem Ende der Gewalt nicht realistisch
Palästina-Hilfe ist noch nicht entscheidungsreif

Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi hat ein Hilfspaket für Palästina in Aussicht gestellt. Doch Bundesfinanzminister Eichel findet das noch zu früh.

HB DUBAI. Ein vom italienischen Regierungschef Silvio Berlusconi in Aussicht gestelltes Hilfspaket für die autonome Region Palästina ist international noch längst nicht abgesichert. "Das ist nicht entscheidungsreif", sagte Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) am Samstag am Rande der internationalen Finanzkonferenz im arabischen Emirat Dubai.

Berlusconi hatte am Vortag in Rom verkündet, die Finanzminister der sieben großen Industrienationen (G7) wollten in Dubai eine Art "Marshallplan" für den Wiederaufbau Palästinas im Umfang von 5 Milliarden Euro beschließen. Zur Frage, ob dies realistisch sei, sagte Eichel: "Im Moment ist angesichts der Tatsache, dass gar nicht abzusehen ist, wann die Gewalt zu Ende ist, leider überhaupt nichts realistisch." Damit spielte er auf den wieder verschärften Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis und eine ausstehende politische Lösung für die Befriedung an.

Die Finanzminister der sieben größten Industrienationen wollten sich noch am Sonntag von einer Palästinenser-Delegation unter Leitung von Salam Fajad über den Stand und die Aussichten für den Aufbau des Landes unterrichten lassen. Erst auf dieser Basis soll der Mittelbedarf insgesamt errechnet werden. Die deutsche Seite betonte ihr besonderes Engagement für die Region.

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