Vor dem Gipfeltreffen
Verheugen warnt vor Verzögerungen bei EU-Erweiterung

Erweiterungskommissar Günter Verheugen hat zum Auftakt des Gipfeltreffens der Europäischen Union (EU) vor Verzögerungen bei der Aufnahme der Beitrittskandidaten gewarnt.

Reuters BERLIN. "Wenn es jetzt keinen Abschluss gibt, dann wird es von Monat zu Monat schwieriger", sagte Verheugen am Donnerstag unter Hinweis auf die schwierige Lage der Haushalte der EU-Mitglieder, speziell Deutschlands.

Bei dem Gipfeltreffen im dänischen Kopenhagen wollen sich die 15 EU-Staaten mit zehn Beitrittsländern auf die Finanzierung der Erweiterung einigen. Deutschland und andere Nettozahler in der EU wenden sich gegen Forderungen der Kandidaten nach Zahlungen über den bisherigen Finanzplan hinaus, etwa bei Agrarbeihilfen.

Angesichts der nationalen Haushalte könnten höhere Kosten für die Erweiterung von den EU-Mitgliedern nicht als Kleinigkeit betrachtet werden, warnte Verheugen im Deutschlandfunk. Zugleich äußerte er Verständnis für die Forderungen der Kandidaten. Sie müssten von Anfang an hohe Beiträge an die Union bezahlen.

Den Differenzen zum Trotz rechnet Verheugen mit einem Erfolg des Gipfeltreffens: Die Reibereien könnten das große Projekt der Erweiterung nicht verdunkeln, sagte er. "Ich bin zuversichtlich, dass wir ohne bis Sonntag in Kopenhagen bleiben zu müssen, eine Lösung finden werden."

Im Jahr 2004 sollen Polen, Ungarn, Tschechien, die Slowakei, Slowenien, Lettland, Litauen, Estland, Malta und Zypern aufgenommen werden.

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