Vor dem letzten Viertelfinal-Spiel
Der wacklige Weltmeister will Spanien stoppen

Trotz der starken Vorstellung in der Vorrunde geht Spanien heute nicht als Favorit in seine Viertelfinal-Partie. Denn Gegner ist der in der Bringschuld stehende Weltmeister Italien. Trainer Dondadoni kämpft um seinen Job.

Italiens Trainer Roberto Donadoni kämpft um seinen Job, die spanische Nationalmannschaft gegen einen Fluch und beide Teams um den Halbfinaleinzug bei der EM: Wenn es heute in Wien (20.45 Uhr/live im ZDF) zum Duell zwischen dem Weltmeister und dem ewigen Geheimfavoriten kommt, geht es um mehr als einen Platz in der Runde der letzten Vier. Die "Squadra Azzurra" kann ihren Coach nur mit einem Sieg im Amt halten, die "Seleccion" will hingegen ihre chronische Turnierschwäche ablegen und erstmals seit 1984 auch nach der ersten K.o.-Runde im Rennen bleiben.

"Dieses Spiel ist wohl noch wichtiger als ein normales Viertelfinale - Italien ist der Weltmeister, und wir haben bei großen Turnieren zuletzt nie unser Optimum abgerufen", sagt Spaniens Nationaltrainer Luis Aragones.

Der 22. Juni ist kein gutes Omen für Spanien

Das Spieldatum steht für die Iberer allerdings unter keinem guten Stern - besonders, wenn es zum Elfmeterschießen kommen sollte. Schon dreimal bedeutete ein solches Nervenspiel in einem Viertelfinale am 22. Juni das Aus. Bei der WM 1986 gegen Belgien, bei der Euro zehn Jahre später gegen England und bei der WM 2002 gegen Südkorea.

"Wir dürfen keine negativen Gedanken zulassen. Vielleicht bin ich auch ein bisschen als Psychologe gefragt. Aber meine Spieler sind die besten der Welt. Wenn ich das nicht glauben würde, wäre ich ein schlechter Nationaltrainer. Wir haben sicherlich keine Angst vor Italien", meint Aragones, der hofft, mit einem Sieg einen weiteren Schritt auf dem Weg zum ersten Titelgewinn seit der EM 1964 im eigenen Land zurücklegen zu können. Doch der Respekt vor dem Weltmeister ist trotz dessen mittelmäßiger Vorstellung in der Vorrunde groß.

Besonders Bundesliga-Torschützenkönig Luca Toni wird im Lager der Spanier gefürchtet. "Es wird hart, ihn zu stoppen. Wir müssen als Mannschaft eine starke und kompakte Defensivleistung zeigen", sagt Aragones, der mit seinem Team bei einem Erfolg gegen Italien den zehnten Sieg in Folge feiern und einen Uralt-Rekord brechen könnte. Vor 81 Jahren gewann die "Seleccion" zwischen 1924 und 1927 neunmal nacheinander.

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