Vor dem zweiten Waffenbericht: Saddam verbietet Massenvernichtungswaffen

Vor dem zweiten Waffenbericht
Saddam verbietet Massenvernichtungswaffen

Der irakische Präsident Saddam Hussein hat am Freitag wenige Stunden vor dem möglicherweise entscheidenden Bericht der Uno-Chefinspektoren per Dekret die Einfuhr und Produktion von Massenvernichtungswaffen verboten. Damit kam Irak einer der wichtigsten Forderungen der Uno-Waffeninspektoren nach.

Reuters BAGDAD. "Einzelpersonen und Unternehmen im privaten und halbstaatlichen Sektor ist es untersagt, chemische, biologische und atomare Waffen einzuführen und zu produzieren", hieß es in dem Erlass des Präsidenten. Saddam wies seine Minister an, alle notwendigen Schritte zur Umsetzung des Dekrets zu unternehmen. Das irakische Parlament sollte am Nachmittag kurz zusammenkommen, um den Erlass zu billigen. Saddam erließ das Dekret kurz vor der mit Spannung erwarteten Sitzung des Uno-Sicherheitsrates, auf der die Uno-Waffeninspekteure Hans Blix und Mohamed El Baradei ihren Bericht über die Kontrollen in Irak vorlegen werden. Darin werden die Kontrolleure Irak Diplomaten zufolge eine weiter mangelnde Kooperation vorwerfen. Die USA werten den Bericht der Inspekteure als entscheidend für die Frage über Krieg und Frieden in Irak. Sie werfen dem Land vor, Massenvernichtungswaffen vor den Inspektoren zu verstecken und damit gegen die Abrüstungsauflagen der Uno zu verstoßen.

Saddam hatte am Vormittag nach Angaben der amtlichen irakischen Nachrichtenagentur INA bei einem Treffen mit seinen engsten Beratern bekräftigt, Irak verfüge über keine Massenvernichtungswaffen.

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