Vor der Fusion mit SKW Trostberg
Degussa-Hüls bekräftigt Gewinnprognose für 2000

Reuters FRANKFURT. Bei der voraussichtlich letzten ordentlichen Hauptversammlung vor ihrer geplanten Fusion mit der SKW Trostberg hat die Frankfurter Degussa-Hüls AG am Dienstag die Prognose einer deutlichen Gewinnsteigerung für das Gesamtjahr bekräftigt. Das Ergebnis werde 2000 voraussichtlich deutlich über dem des Vorjahres liegen, sagte der kommissarische Vorstandschef Heinz-Joachim Wagner. 1999 hatte Degussa-Hüls ein operatives Ergebnis von 574 Mill. Euro erwirtschaftet. Im Zuge der geplanten Fusion der Degussa-Muttergesellschaft Veba und der Münchner Viag soll Degussa mit der Viag-Tochter SKW Trostberg zum weltgrößten Spezialchemie-Konzern verschmolzen werden. Über die Fusion entscheiden die Aktionäre erst auf einer außerordentlichen HV im Herbst.

Den Bericht zur Geschäftslage des Unternehmens gab Finanzvorstand Wagner an Stelle des kurzfristig zurückgetretenen Vorstandschefs Uwe-Ernst Bufe ab, der sein Amt vor zwei Wochen abgegeben hatte. Damals hatten Veba und Viag mitgeteilt, Vorstandschef der fusionierten, neuen Degussa werde SKW-Chef Utz-Hellmuth Felcht.

Auf der HV sollten die Aktionäre noch der vom Vorstand vorgeschlagenen Dividende-Ausschüttung von 1,15 Euro je Aktie zustimmen. Zudem sollten sie die Ausgliederung der Bereiche Autoabgas- Katalysatoren und Edelmetalle in die am 1. januar gegründete Tochtergesellschaft dmc2 beschließen. Damit würde nach Unternehmensangaben der Weg frei für einen eventuellen Börsengang von dmc2.

Degussa-Hüls war Anfang 1999 aus einem Zusammenschluss von Degussa und der Veba-Tochter Hüls entstanden. Im ersten Quartal 2000 hat das Unternehmen den Konzernüberschuss um 147 % auf 126 Mill. Euro bei einem um 23 % erhöhten Umsatz (ohne Edelmetalle) auf 2,9 Mrd. Euro erzielt.

Die endgültige Entscheidung über die Fusion sollen die Aktionäre von Degussa-Hüls und SKW Trostberg im Herbst auf außerordentlichen Hauptversammlungen fällen. Veba und Viag versprechen sich nach Angaben von Veba-Chef Ulrich Hartmann durch die Fusion der Chemietöchter Synergiegewinne von 50 Mill. Euro und Kosteneinsparungen von 250 Mill. Euro jährlich. Durch die Zusammenlegung dürften etwa 3000 Arbeitsplätze verloren gehen. Dem Vorstand des neuen Degussa-Konzerns gehört neben Felcht auch Degussa-Finanzvorstand Wagner an.



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