Vor der Küste Großbritanniens
„Unterwasser-Windmühle“ geht in Betrieb

Der weltweit erste Prototyp eines neuartigen Unterwasser-Rotors zur Gewinnung von Meeresenergie hat am Montag vor der Westküste Großbritanniens offiziell den Betrieb aufgenommen.

HB/dpa BRISTOL. Die Anlage "Seaflow" im Bristol Channel, rund zwei Kilometer vor der Küste von Devon, soll zunächst 300 Kilowatt Strom erzeugen und dient dem Test der Technik. Innerhalb von fünf Jahren wollen die Betreiber aus dem Pilotprojekt eine kommerzielle Stromquelle machen.

Die Anlage erinnert an ein auf dem Kopf stehendes Windrad. Im 20 Meter tiefen Wasser kreist ein 11 Meter großer Rotor in der Strömung der Gezeiten. Sichtbar sind je nach Wasserstand nur die oberen 5 bis 10 Meter des Turms. Anders als bisherige Wasserkraftanlagen, bei denen sich die Turbinen in der Regel in einem geschlossenen Rohr drehen, steht der "Seaflow"-Rotor frei, und der Bau von Stauanlagen entfällt.

Ohne die Fortschritte in der Nutzung der Windenergie wäre dies so nicht möglich gewesen, betonte der Physiker Jochen Bard vom Institut für Solare Energieversorgungstechnik (ISET) in Kassel. Das Institut ist an dem sechs Millionen Euro teuren, von der britischen und der deutschen Regierung sowie der EU geförderten Gemeinschaftsprojekt beteiligt.

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