Vor der Zukunft nicht bange: Fujitsu Siemens ist Deutschlands beste Fabrik

Vor der Zukunft nicht bange
Fujitsu Siemens ist Deutschlands beste Fabrik

Computer und Notebooks in Deutschland mit seinen hohen Löhnen, Steuern und Abgaben herstellen? Ein Ding der Unmöglichkeit. Eigentlich. Zu uneinholbar scheinen die Kostenvorteile in Asien und den USA zu sein.

Das Werk Augsburg der Fujitsu Siemens Computers GmbH zeigt, dass es dennoch geht. Der Dreh der Manager: Sie umgehen die Nachteile des Standorts und schöpfen stattdessen seine Stärken umfassend aus. Auf diese Weise haben sie es geschafft, ihre Konkurrenzfähigkeit im internationalen Produktionsverbund des deutschjapanischen Konzerns zu beweisen. Das sichert 2000 Jobs in Augsburg. Doch es ist ein harter Kampf. "Wir müssen uns täglich verbessern", sagt Geschäftsführer Heribert Göggerle.

Die Kernelemente der Erfolgsstrategie: Die Schwaben beziehen den Großteil der Komponenten über eine straff organisierte Logistikkette preiswert aus Asien. In Augsburg veredeln sie diese zu Unternehmensrechnern, die genau die Kundenwünsche erfüllen. Daneben punkten die Fujitsu-Siemens-Manager mit exzellentem Service, schneller Lieferung und Spitzentechnik.

Montiert wird fast nur nach Auftrag. Das hält die Bestände niedrig. Zudem läuft das Unternehmen kein Risiko, auf unverkäuflichen Geräten sitzen zu bleiben. Äußerst flexible Fertigungsanlagen, auf denen - weltweit einzigartig - PCs und Notebooks zusammengeschraubt werden, und die laufende Optimierung der Prozesse, bescheren jährliche Produktivitätssprünge von sieben bis zehn Prozent. "Das schafft kaum jemand in der Branche", lobt Göggerle seine Mannen.

Besonders stolz sind die Augsburger darauf, auch bei der Produktion von Hauptplatinen der asiatischen Konkurrenz Paroli zu bieten. Die Herzstücke der Rechenmaschinen, auf denen Prozessoren und Speicherchips sitzen, sind wegen ihrer Güte selbst bei Wettbewerbern begehrt. Um an der Spitze zu marschieren, tauschen die Fujitsu-Siemens-Ingenieure alle neun Monate sämtliche Produktionsanlagen gegen die neueste Technik aus. "Das Tempo des Fortschritts ist unglaublich", sagt Göggerle.

So viel Klasse überzeugte die Juroren der angesehenen Managementschule Insead in Fontainebleau bei Paris und der Wissenschaftlichen Hochschule für Unternehmensführung (WHU) in Vallendar bei Koblenz. Sie kürten die Augsburger zum Gesamtsieger 2003 für Deutschland und Frankreich im Wettbewerb "Die Beste Fabrik". Der Wettbewerb, mitveranstaltet von der WirtschaftsWoche und der französischen Zeitschrift "L?usine nouvelle", fand in Deutschland zum siebten, in Frankreich zum neunten Mal statt.

Zweite Plätze gingen an das Werk Zandt der Zollner Elektronik AG im Bayerischen Wald und das Werk Meiningen-Dreißigacker der Adva Optical Networking AG aus Martinsried.

Lesen Sie die komplette Geschichte auf wiwo.de.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%