Vor einmaligen Belastungen noch drei Cent Gewinn
Cisco mit Milliardenverlust im ersten Quartal

Der Netzwerkhersteller Cisco Systems Inc hat im abgelaufenen Quartal nach Sonderbelastungen einen Netto-Verlust von 2,69 Milliarden Dollar ausgewiesen. Der operative Gewinn sei bei der globalen Konjunkturabkühlung und schrumpfenden Aufträgen der Telekommunikationsindustrie drastisch gesunken, teilte Cisco am Dienstag nach Börsenschluss mit.

rtr/dpa SAN JOSE. Unter Herausrechnung von Einmalbelastungen wies Cisco mit drei Cents je Aktie einen etwas höheren Gewinn aus, als Analysten zuletzt in ihren nach einer Cisco-Gewinnwarnung gesenkten Prognosen vorhergesagt hatten. Cisco-Chef John Chamber sagte, er erwarte, dass die Netzwerk- und Telekommunikationsindustrie in den nächsten ein bis zwei Quartalen den Tiefpunkt erreichen wird.

Einschließlich Einmalbelastungen sei im Berichtsquartal ein Netto-Verlust von 2,69 Milliarden Dollar oder 37 Cents je Aktie verzeichnet worden, teilte Cisco mit. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch einen Reingewinn von 641 Millionen Dollar oder acht Cents je Aktie erzielt. Zu den Einmalbelastungen gehörten unter anderem die Abschreibung von Lagerbestände über 2,2 Milliarden Dollar und Rückstellungen von 1,17 Milliarden Dollar für Umstrukturierung, einschließlich des bereits angekündigten Abbau von 8500 Stellen. "Die ersten vier Monaten des laufenden Jahres sei für jedes Hochtechnologieunternehmen eine extreme Herausforderung gewesen", sagte Chambers.

Schlechte Zahlen sind besser als erwartet

Vor einmaligen Belastungen sei in den drei Monaten zum 28. April 2001 der Gewinn auf 230 Millionen Dollar oder drei Cents je Aktie von einer Milliarde Dollar oder 13 Cents je Aktie im Vorjahr gesunken. Dieses Ergebnis lag leicht über den nach unten revidierten Analysten-Prognosen. Die Analysten hatten ihre Gewinnerwartungen für Cisco im April auf zwei Cents von acht Cents je Aktie zurückgeschraubt, nachdem das Unternehmen die Märkte mit einem schwachen Ausblick geschockt hatte. Der Umsatz habe sich im Berichtsquartal auf 4,73 (Vorjahr 4,93) Milliarden Dollar verringert.

Verhaltener Ausblick

Im vierten Quartal des laufenden Jahres wird Cisco voraussichtlich einen stagnierenden oder um zehn Prozent schwächeren Umsatz im Vergleich zum Vorquartal erzielen. Das sagte Chambers in einer nachbörslichen Konferenzschaltung nach Bekanntgabe der Quartalszahlen. "Wir sehen einige positive Indikatoren, die eine Bodenbildung für unseren Geschäftsbereich in den kommenden ein bis zwei Quartalen ergeben könnten", sagte Chambers. Eine Belebung der Investitionen sei abhängig von weiteren Zinssenkungen in den USA, "bedeutenden" Steuersenkungen als auch anhaltend niedrige Arbeitslosenzahlen und Produktivitätssteigerungen.

Chambers ist zuversichtlich, dass die Branche den Tiefpunkt bald erreichen werde. Er sagte: "Wir sehen eine Reihe von positiven Hinweisen dafür, dass unsere Industrie in den nächsten ein bis zwei Quartalen den Tiefpunkt erreichen wird".

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