Vor Sanierungsverhandlungen Erklärung des Vorstandes verlangt
Opel-Betriebsrat fordert Verzicht auf Entlassungen

Der Chef des Opel-Gesamtbetriebsrats, Klaus Franz, hat seine Bereitschaft zu weiteren Verhandlungen über die Sanierung des Autoherstellers von einem Verzicht auf Entlassungen und Standortschließungen abhängig gemacht. Der Vorstand des angeschlagenen Konzerns müsse dazu "eine klare Erklärung" abgeben, forderte Franz am Freitag.

afp BERLIN. Ein Werk stillzulegen, um damit Kapazitäten einzusparen, könne jeder, sagte Franz. "Aber intelligente Lösungen zu finden, da müssen wir ein Stückchen mehr Gehirnschmalz aufwenden." Der Arbeitnehmervertreter schlug vor, neue Geschäftsfelder zu erschließen und ausgelagerte Werksteile wiederanzugliedern. Als symbolische Geste den Beschäftigten gegenüber forderte Franz vom Opel-Management, auf besondere Vergütungen zu verzichten und damit einen persönlichen Beitrag zu den Sparbemühungen zu leisten.

Am Mittwoch hatte der Rüsselsheimer Konzern bekannt gegeben, wegen hoher Verluste seine Kapazitäten um 15 % zu vermindern und Arbeitsplätze "im einstelligen Tausenderbereich" abbauen zu wollen. Auch über Werksschließungen werde nachgedacht. Die Adam Opel AG, eine Tochter des US-Autogiganten General Motors (GM), hatte im vergangenen Jahr einen Verlust von 835 Mill. DM (427 Mill. ?) eingefahren.

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