Voraussetzung für den Abschluss der Übernahme: Kieft & Kieft will Mieten für UFA-Kinos drücken

Voraussetzung für den Abschluss der Übernahme
Kieft & Kieft will Mieten für UFA-Kinos drücken

Nach dem Zuschlag für die Übernahme der insolventen Ufa-Kinos will der Lübecker Kinobetreiber Kieft & Kieft nun eine Senkung der Mietpreise um rund ein Drittel erreichen.

Reuters FRANKFURT. Die angepeilten Mietsenkungen seien von Standort zu Standort unterschiedlich. Im Durchschnitt müssten die Mieten aber um rund ein Drittel sinken, um die Kinos wirtschaftlich betreiben zu können, erläuterte Ufa-Insolvenzverwalter Jens-Sören Schröder am Dienstag. Ein Sprecher von Kieft & Kieft sagte, er sei zuversichtlich, dass die Gespräche binnen zwei Wochen abzuschließen seien. Eine drastische Senkung der Mietpreise für die 32 Kinos gilt als Voraussetzung für den Abschluss der Übernahme, die zum 1. April erfolgen soll.

Der Gläubigerausschuss der insolventen Ufa-Kinokette hatte am Montagabend der Übernahme der Gesellschaft durch Kieft & Kieft und dem Werbevermarkter Rowo zugestimmt. Die Partner werden je zur Hälfte an einer Auffanggesellschaft beteiligt, die 32 der insgesamt 37 UFA-Kinos übernimmt. Die übrigen fünf Kinos werden geschlossen und die Verwaltung von Hamburg und Düsseldorf nach Lübeck verlegt. Die rund 1000 Mitarbeiter würden aber fast alle übernommen, sagte Schröder. Durch die Übernahme wird Kieft & Kieft zum mit Abstand größten deutschen Kinobetreiber vor Cinemaxx. Insgesamt unterhält das Unternehmen dann 96 Kinos mit einem Jahresumsatz von rund 240 Millionen Euro. Trotz steigender Zuschauerzahlen leidet die Kinobranche unter einer Überkapazität an Kinos.

Hauptsächlicher Gesprächspartner bei den Verhandlungen über die Mietpreise ist der ehemalige Ufa-Chef Volker Riech, dem 14 der übernommenen Ufa-Häuser gehören. Er hatte sich ebenfalls für eine Übernahme der insolventen Kinokette interessiert, als Mitglied des Gläubigerausschusses der Übernahme durch Kieft & Kieft aber zugestimmt.

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