Voraussetzungen für Aufschwung gegeben
Ausmaß der Erholung in Euro-Zone noch unklar

Die Konjunktur im Euro-Raum gewinnt nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank an Fahrt. Erste Anzeichen für einen Aufschwung seien bereits zum Jahreswechsel erkennbar gewesen, erklärte die EZB in ihrem am Dienstag veröffentlichten Jahresbericht.

WiWo/ap FRANKFURT/MAIN. Zwar sei das Ausmaß der wirtschaftlichen Erholung noch unsicher, "doch sind die Voraussetzungen für ein erneutes Anziehen der Konjunktur im Euro-Raum gegeben", erklärte die EZB, die im vergangenen Jahr einen Gewinn von 1,822 Mrd. ? netto erzielte. Das aktuelle Niveau der Leitzinsen bezeichnete die EZB als geeignet, die Preisstabilität auf mittlere Sicht zu gewährleisten. Dies deutet darauf hin, dass die Währungshüter die Zinspolitik zunächst unverändert lassen dürften.

Zugleich mahnte die EZB Strukturreformen in den Mitgliedsstaaten und ein Festhalten am Stabilitäts- und Wachstumspakt an. Flexiblere Arbeitsmärkte sowie eine Fortsetzung der Lohnzurückhaltung seien von herausragender Bedeutung für den Abbau "der unannehmbar hohen Arbeitslosigkeit", die sich im Vorjahr im Euro-Raum auf 8,3 % belief. Das durchschnittliche Haushaltsdefizit in den Euro-Staaten erhöhte sich im vergangenen Jahr den Angaben zufolge auf 1,3 % des Bruttoinlandsproduktes. Damit habe sich zum ersten Mal seit 1993 die Finanzlage im Euroraum insgesamt verschlechtert.

Sollten einige Länder ihren Verpflichtungen aus dem Stabilitäts- und Wachstumspakt nicht nachkommen und die wirtschaftliche Erholung nicht zu einer deutlichen Verbesserung ihrer Haushaltslage nutzen, so würde die Glaubwürdigkeit der Finanzpolitik im Euroraum ernsthaft in Frage gestellt, warnte die EZB.

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