Voraussichtlich weniger Konsolen zur Markteinführung
Microsoft verschiebt US-Start der X-Box

Die Microsoft Corp.verschiebt den US-Start seiner Spielekonsole X-Box vom 8. auf den 15. November.

pos DÜSSELDORF. Microsoft nennt zudem keine Zahlen mehr, wie viele Geräte am Erstverkaufstag in die Läden kommen. Bislang war von 600 000 bis 800 000 die Rede gewesen. Brancheninsider fürchten, dass Microsoft nur 300 000 Konsolen bereitstellen kann. Der Konzern aus Redmond hält aber am Ziel fest, bis Jahresende 1,5 Millionen X-Boxen auszuliefern.

Derweil haben große US-Handelsketten wie Wal-Mart Stores Inc. bei Nintendo angefragt, ob der Konzern mehr als die insgesamt geplanten 700 000 Gamecubes ausliefern kann, berichtet Peter Main, stellvertretender Verkaufschef von Nintendo USA. Der Grund: Der Handel hat noch den verpatzten Start der Playstation 2 der Sony Corp. in Erinnerung, als mitten im Weihnachtsgeschäft die Regale tagelang leer blieben. Sollte ähnliches mit der X-Box passieren, will der Handel als Alternative Gamecubes vorrätig haben.

Microsoft nennte keine Gründe für die Verschiebung. Seit langem kursieren Gerüchte um Produktionsprobleme; nach den Terroranschlägen soll es zusätzliche Probleme bei der Teilelieferung gegeben haben. Hans Stettmeier, Deutschland-Chef der X-Box-Abteilung, glaubt nicht, dass eine geringere Stückzahl zum Start problematisch ist. Microsoft könne pro Woche 100 000 Boxen per Lastwagen nachliefern.

Analyst Robert DeLean von Morgan Keegan geht jedoch davon aus, dass jeder Engpass Microsoft daran hindern wird, dem Marktführer Sony Marktanteile abzunehmen. Auch Stan McKee, Finanzchef des Spielegiganten Electronic Arts (EA) Inc., hält die Microsoft-Prognosen für "sehr optimistisch". Für EA genieße weiterhin die Playstation 2 mit über 15 Millionen verkauften Einheiten höchste Priorität.

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