Vorbericht
Dax seitwärts erwartet

Nach dem freundlichen Verlauf vergangene Woche rechnen Händler mit einem kaum veränderten Auftakt.

Reuters FRANKFURT. Nach dem freundlichen Verlauf in der vergangenen Woche rechnen Händler für Montag mit einem kaum veränderten Auftakt am deutschen Aktienmarkt. Die Citibank berechnete den Deutschen Aktienindex (Dax) bis gegen 08.00 Uhr MEZ mit 7321 Punkten, verglichen mit einem Schlussstand von 7323 Punkten am Freitag. Die Börsenmakler Lang&Schwarz sahen den Dax vor Handelsbeginn mit 7313 Punkten etwas leichter.

Die internationalen Vorgaben für den Dax waren durchmischt. Die New Yorker Wall Street hatte am Freitag unter der Führung der Standardwerte zugelegt und fester geschlossen. Der Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerte stieg 119,04 Punkte oder 1,09 % auf 11 027,80 Zähler. Der technologielastige Nasdaq-Index kletterte 0,78 % auf 3789,41 Zähler. Von den asiatischen Börsen Tokio und Hongkong kamen dagegen am Montagmorgen leichtere Vorgaben.

Trotz der guten US-Vorgaben rechnet Commerzbank-Analyst Achim Matzke nur mit einer Stabilisierung bei den deutschen Standardwerten. Nach dem freundlichen Wochenverlauf in der vergangenen Woche erwarte er bei einigen Werte leichte Gewinnmitnahmen. Insgesamt werde sich der Aktienmarkt vermutlich uneinheitlich präsentieren, fügte Matzke hinzu.

Am deutschen Aktienmarkt dürfte sich das Interesse der Akteure weiter auf die Versteigerung der deutschen UMTS-Mobilfunklizenzen richten. Bei der Auktion beginnt nach Analystenschätzung an diesem Montag die entscheidende Phase. Am Freitag war mit dem Konsortium von Debitel und Swisscom die erste Bietergruppe aus der Versteigerung ausgeschieden. Einer der Bieter ist die Deutsche Telekom. Sollten die Preise für eine der begehrten Lizenzen noch weiter steigen, rechnen Händler mit einem Kursrückgang bei dem Telekomunternehmen.

Ebenfalls von Interesse für die Börsianer dürften die Zahlen des Waschmittel- und Konsumchemiehersteller Henkel KGaA sein. Henkel wird an diesem Montag nach Einschätzung von Finanzanalysten ein Halbjahresergebnis präsentieren, in dem sich die gute Entwicklung des ersten Quartals 2000 fortsetzt. Der Gewinn vor Steuern dürfte im Mittel der Prognosen zwischen 410 und 420 Mill. Euro liegen. Im ersten Quartal hatte er 186 Mill. Euro betragen. Das Nettoergebnis des Unternehmens wird in der Größenordnung von 250 (Quartal 110) Mill. Euro gesehen. Der Umsatz erreicht den Schätzungen zufolge gut sechs Mrd. Euro.

Die italienische Versicherung Assicurazioni Generali wäre einem Zeitungsbericht zufolge bereit, ihren Anteil an der Commerzbank von derzeit fünf Prozent zu verdoppeln. Wie die italienische Finanzzeitung "Il Sole 24 Ore" am Sonntag berichtete, sollen Gespräche darüber in der kommenden Woche in Frankfurt beginnen. Generali wolle damit ein Gegengewicht zum größten derzeitigen Commerzbank-Aktionär, der Cobra Beteiligungsgesellschaft, aufbauen. Der Sprecher der Commerzbank, Ulrich Ramm, wollte auf Anfrage von Reuters den Zeitungsbericht nicht kommentieren.

In den USA werden am Nachmittag die Zahlen zu den Lagerbeständen im Juni bekannt gegeben. Analysten erwarten einen Anstieg von 0,4 % nach 0,8 % im Vormonat. Als letztes wichtiges Konjunkturdatum vor der Sitzung des Offenmarktausschusses der Fed am 22. August betrachten Händler die US-Verbraucherpreise, die am Mittwoch veröffentlicht werden.



Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%