Vorbericht
Dax wird kaum verändert erwartet

Beflügelt von positiven Geschäftsprognosen großer US-Konkurrenten werden die Aktien des deutschen Chip-Herstellers Infineon Händlern zufolge am Freitag mit Kursgewinnen das Geschehen am Aktienmarkt dominieren.

Reuters FRANKFURT. Beflügelt von positiven Geschäftsprognosen großer US-Konkurrenten werden die Aktien des deutschen Chip-Herstellers Infineon Händlern zufolge am Freitag mit Kursgewinnen das Geschehen am Aktienmarkt dominieren.

"Ich denke, diese Art von Nachrichten hilft die Stimmung in der Branche und bei den Anlegern zu verbessern", sagte ein Frankfurter Aktienhändler mit Blick auf die angehobenen Umsatzprognosen der führenden US-Chip-Hersteller Intel und AMD. Das werde am deutschen Markt besonders Infineon und dessen Großaktionär Siemens beflügeln. Den Deutschen Aktienindex (Dax) erwarten die Händler unterdessen kaum verändert.

Die Deutsche Bank berechnete den Dax vor Handelseröffnung fast unverändert mit 3222 Punkten. Am Donnerstag hatte das wichtigste deutsche Börsenbarometer belastet von Gewinnmitnahmen und neu entfachten Kriegsängsten 2,89 Prozent verloren und bei 3224 Punkten geschlossen. Die Citibank sah den Dax vorbörslich bei 3223 Zählern.

In den USA hatten die Märkte am Donnerstag wegen des schleppenden Starts in das Weihnachtsgeschäft von Einzelhändlern und der drohenden Insolvenz der Fluggesellschaft United Airlines mehr als ein Prozent tiefer geschlossen. Dabei bauten die Börsen ihre Verluste nach dem Handelsschluss in Frankfurt noch um rund 0,5 Prozent aus.

Chip-Werte und Lufthansa im Mittelpunkt

Im Mittelpunkt des deutschen Marktgeschehens dürften die Aktien von Infineon stehen, die im vorbörslichen Handel um knapp zwei Prozent stiegen. Bereits am Donnerstag hatten sich die Infineon-Titel deutlich besser als der Gesamtmarkt entwickelt. Der Branchenprimus Intel hat seine Umsatzprognose für das vierte Quartal besonders wegen des starken Asien-Absatzes erhöht. Die Anhebung fiel zudem stärker als von Analysten erwartet aus. Zuvor hatte mit AMD bereits ein weiterer großer Chip-Produzent seine Umsatzerwartung für das laufende Quartal erhöht.

Im Blickpunkt könnten zudem die Anteilsscheine der Lufthansa stehen. Das Wintergeschäft bei Europas zweitgrößtem Reisekonzern Thomas Cook, an dem die Lufthansa beteiligt ist, kommt nach Angaben von Unternehmenschef Stefan Pichler allmählich in die Gänge. Seit zwei Wochen verzeichne Thomas Cook zweistellige Zuwachsraten, sagte Pichler in einem Interview der Zeitung "Die Welt". Belastend auf die Aktie der Lufthansa könnte sich dagegen die weiterhin drohende Insolvenz des Star Alliance-Partners United Airlines auswirken, sagten Händler. Im vorbörslichen Handel tendierten Lufthansa-Titel zunächst rund 0,5 Prozent schwächer.

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