Vorbericht
Deutsche Bank im 1. Quartal wieder im Aufwind erwartet

Die Deutsche Bank hat nach Einschätzung von Analysten trotz der schwachen Finanzmarktlage im 1. Quartal ihren Gewinn merklich gesteigert. Die eher gedämpfte Stimmung der Investoren hat jedoch den Prognosen zufolge verhindert, dass das größte deutsche Bankhaus an das überdurchschnittlich gute erste Quartal des Jahres 2000 heranreichen könne.

rtr FRANKFURT. Beim Vorsteuerergebnis rechnen befragte Analysten im Durchschnitt mit 983 Millionen Euro - ein Plus von rund 20 % zum Vorquartal. Von Interesse wird auch sein, ob die Deutsche Bank sich zu möglichen Aktivitäten im Allfinanzbereich äußern wird. Die Quartalszahlen sollen am Donnerstag veröffentlicht werden.

Bei der Ergebnisentwicklung im ersten Quartal 2001 gehen die Analysten trotz des insgesamt schwachen Finanzmarkt-Umfelds davon aus, dass die Deutsche Bank erneut einen hohen Ertrag im Investment-Geschäft erzielt hat. Das Ergebnis dieser Sparte schlägt sich vor allem im Handelsergebnis nieder und gilt als besonders abhängig von der Entwicklung der Märkte. Für das Handelsergebnis erwarten die Analysten im Schnitt einen Wert von 1,629 Mrd. Euro. Im ersten Quartal 2000 hatte dieser Wert allerdings noch bei 2,46 Mrd. Euro gelegen. "Der große Fokus wird voraussichtlich darauf liegen, was im Bereich Investmentbanking und Trading passiert ist", sagte Piers Brown von Commerzbank Securities in London.

Breuer selbst hatte sich bereits zufrieden mit dem Verlauf der ersten Monate geäußert, jedoch hohe Erwartungen an das Gesamtjahr 2001 gedämpft. "Der Ausblick auf den weiteren Verlauf ist von der Annahme bestimmt, dass das Marktumfeld schwierig bleibt", hatte Breuer gesagt. Das erste Quartal werde nicht mit den Rekordwerten des entsprechenden Vorjahreszeitraums vergleichbar sein. Im Gesamtjahr 2000 hatte das Investmentbanking über 60 Prozent zum Ergebnis der Deutschen Bank beigetragen.

Breuer hatte jedoch gesagt, er erwarte nicht, dass sich das Rekordwachstum im Investmentbanking auch im Jahr 2001 fortsetzen lasse. Es seien natürliche Grenzen erreicht worden. In dem von Josef Ackermann geleiteten Bereich Unternehmen und Institutionelle Kunden, zu dem auch das Investmentbanking gehört, strebe die Bank bis 2003 ein jährliches Wachstum von fünf Prozent an. Der nächste Wachstumsschub soll nach Worten Breuers aus dem Bereich Asset-Management und Privatkunden kommen, den Breuer seit der Reduzierung der Geschäftsfelder von fünf auf zwei im Februar selbst leitet. Privatkunden und Asset Management habe ein Wachstumspotenzial von jährlich zehn Prozent.

Analysten gehen jedoch nicht davon aus, dass das Finanzhaus bei der Vorstellung der Quartalszahlen strategische Pläne bekannt gibt oder sich zu möglichen Allfinanzaktivitäten äußert. Auch nach der Fusion von Dresdner Bank und Allianz sei das Hauptaugenmerk der Deutschen Bank weiter auf die US-Investmenthäuser gerichtet. "Die Deutsche sieht ihre Hauptkonkurrenz eher bei den großen Investmentbanken als bei den europäischen Versicherern", sagte Brown.

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