Vorbericht
Euro-Renten seitwärts erwartet

Kurse würden sich heute zunächst konsolidieren, so ein Händler.

Reuters FRANKFURT. Die Zinsfutures am Euro-Rentenmarkt werden am Mittwoch nach Einschätzung von Händlern seitwärts eröffnen. Nach den starken Kursverlusten vom Dienstag würden sich die Kurse vermutlich zunächst konsolidieren, sagte ein Münchener Händler. Im weiteren Tagesverlauf werden die Marktteilnehmer auf die Vorgaben aus den USA blicken wo um 14.30 Uhr MESZ die verbraucherpreise für Juli erwartet werden. In der Euro-Zone werden am Mittwoch dagegen keine richtungweisenden Konjunkturdaten erwartet. Von der Devisenseite her, dürften die Renten gut untersützt sein da der Euro seine Kursgewinne im asiatischen Handel ausbauen konnte.

Die europäischen Rentenmärkte hatten am Dienstag vor dem Hintergrund der auf ein Zehnjahreshoch gestiegenen Ölpreise und von Spekulationen über eine baldige Zinserhöhung in der Euro-Zone deutlich an Boden verloren. Der Euro-Bund-Future ging nach minus 46 Ticks bei 105,37 Punkten aus dem Handel. Der Bobl-Future verlor 30 Ticks auf 102,81 Punkte. Am kurzen Ende gab der Schatz-Future um zehn auf 101,24 Punkte nach. Die zehnjährige Bundesanleihe Juli 2010 notierte mit 100,19 nach 100,63 % zur Kasse. Sie rentierte auf diesem Niveau mit 5,218 %.

In den USA werden die Rentenkurse am Mittwoch nach Ansicht von Händlern und Analysten vor dem Hintergrund anhaltender Gewinnmitnahmen schwächer tendieren. Bereits am Montag und Dienstag hatten die Renten nach starken Kursgewinnen in der vergangenen Woche nachgegeben. Auch die für 14.30 Uhr MESZ erwarteten Verbraucherpreise für Juli würden daran vermutlich nichts ändern, sofern sie nicht stark außerhalb der Erwartungen lägen, hieß es. Nach dem Zehn-Jahres-Hoch mehrerer Ölsorten am Dienstag würden die Marktteilnehmer allerdings verstärkt auf die Ölpreise blicken.

Von Reuters befragte Volkswirte erwarten für den Verbraucherpreisindex einen Anstieg von um 0,1 % nach plus 0,6 % im Juni. In der Kernrate ohne Energiepreise und Nahrungsmittel werden die Preise wie bereits in den vergangenen drei Monaten mit plus 0,2 % gesehen.

Am Dienstag ging die richtungweisenden 30-jährige US-Staatsanleihe mit einem Minus von 7/32 bei 107-21/32 Punkten aus dem Markt. Sie rentierte auf diesem Niveau mit 5,7112 %. Am Morgen MESZ lag die Anleihe in Tokio unverändert.

Der Preis für einen Barrel (159 Liter) der Nordseemarke Brent, lieferbar im September war am Dienstag weit über sein Zehn-Jahres-Hoch bei 31,96 $ gestiegen, hatte sich gegen Handelsschluss aber wieder verbilligt.

Der Euro notierte gegen 7.50 Uhr MESZ bei 0,9159/63 $. Am Dienstag war er bei 0,9125/29 $ aus dem New Yorker Handel gegangen.

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