Vorbild Österreich
Stoiber wirft Schröder in Teuro-Debatte Untätigkeit vor

Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU) hat Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) die Mitschuld an Preiserhöhungen im Zuge der Euro-Bargeldeinführung gegeben.

Reuters BERLIN. Stoiber sagte in einem Streitgespräch mit Schröder in der "Bild"-Zeitung (Mittwochausgabe), die Bundesregierung hätte eine doppelte Auszeichnung mit Preisen in Euro und Mark anordnen müssen, um Preiserhöhungen zu verhindern. Schröder räumte ein, in einigen Dienstleistungsbereichen habe es Missbrauch gegeben. "Insofern hätten wir überlegen können, ob wir nach dem Beispiel anderer Länder hätten gesetzlich für ein Jahr eine doppelte Auszeichnungspflicht anordnen sollen." Im Zuge der so genannten Teuro-Debatte hatte das Verbraucherschutzministerium am Dienstag ein Internet-Forum gestartet, das über Preissteigerungen informieren soll. Aus Protest gegen die Seite hatten Wirtschaftsverbände ihre Teilnahme an einem für Mittwoch angesetzten Gespräch im Ministerium abgesagt.

Stoiber sagte mit Blick auf die Teuro-Debatte: "Was hätte gemacht werden können und meines Erachtens auch müssen...wäre eine doppelte Auszeichnung." In Österreich - wo dies geschehen sei - habe es keine Preissprünge wie in Deutschland gegeben. Schröder sagte, angesichts der Inflationsrate sei ein pauschales Urteil nicht gerechtfertigt. Es sei Sache mündiger Verbraucher, Preissünder zu bestrafen.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind mit der Euro-Bargeldeinführung zum Jahreswechsel die Preise von Dienstleistungen zum Teil stark angestiegen. Insgesamt hatte die Währungsumstellung nach Angaben der Statistiker aber keinen wesentlichen Einfluss auf die Lebenshaltungskosten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%