Vorbildliche Informationen über die neue Währung im World Wide Web sind nicht immer selbstverständlich
Praxisgerechte Euro-Lebenshilfe im Internet

Das World Wide Web quillt im Vorfeld der offiziellen Euro-Einführung fast über an Informationen. Nützliches von Unnützem zu trennen, fällt deshalb nicht immer leicht.

Die Euro-Internet-Seiten im Überblick

15.5.2001 DÜSSELDORF. Fast sieben Millionen Einträge findet die Internetsuchmaschine Google, wenn man den Begriff Euro eingibt. Zwar beschäftigt sich nicht jede der angezeigten Seiten mit der europäischen Gemeinschaftswährung, doch die Zahl der währungsspezifischen Angebote ist dennoch enorm hoch. Da gibt es Diskussionsforen, private Homepages und selbstverständlich auch eine Vielzahl von reinen Info-Seiten. Dass nicht jede Seite auch empfehlenswert ist, überrascht da nicht. Mit ein bisschen Geduld ist dem Netz aber praktisch jede relevante Information zu entlocken.

Wohl oder übel muss sich der Ratsuchende genau überlegen, welche Informationen wichtig sind. So haben Gewerbetreibende einen anderen Informationsbedarf als Privatpersonen. Beide werden jedoch wohl zunächst einmal die großen Euro-Seiten im Netz besuchen, die sich ausgiebig oder ausschließlich mit Fragen um den Euro beschäftigen. Zur Suche nach solchen Seiten eignet sich beispielsweise die Spezial-Suchmaschine www.euroscanner.com/due. Dass es aber auch bei den "großen" Seiten Qualitätsunterschiede gibt, zeigt ein Blick auf die Seite der Europäischen Kommission (www.europa.eu.int/euro).

Die hier erhältlichen Informationen zum Euro erinnern doch eher an einen Werbefilm als an eine Infoseite. Viele wichtige Fragen werden nicht oder nur unzureichend beantwortet, über mögliche Probleme bei der Währungsumstellung und wie man sie zu vermeiden gedenkt, kann man ebenfalls nur wenig Konkretes erfahren. Noch weniger erquicklich sind Seiten mit nicht funktionsfähigen Links. Hierauf haben die Betreuer einer Website sicher nur beschränkten Einfluss, denn die in Verknüpfungen eingebundene Internetadressen ändern sich oft genug. Wenn sich solche "blinden Links" häufen, spricht das aber dafür, dass die Seite nicht gut gewartet wird - solchen Anbietern sollte man besser auch nicht vertrauen.

Doch selbst auf renommierten Adressen bleiben kleine Pannen nicht aus. Die Initiative "Aktion-Euro" bietet mit dem Euro-ABC einen echten Mehrwert. Doch wer sich über den Maastrichter Vertrag schlau machen möchte und dieses Stichwort anklickt, erhält als Antwort eine Erklärung zum Begriff "Leitzins". Dass es besser geht, zeigt das Euro-Lexikon der Städtischen Sparkassen und der Zeitschrift DM (www.euroaktuell.de). Hier können Suchbegriffe gezielt eingegeben werden. Die Beschreibungen sind meist kurz und präzise und für den Hausgebrauch völlig ausreichend. Ein weiteres angenehmes Feature: Verwandte Begriffe werden automatisch mit erklärt. Gibt der Ratsuchende etwa "Frontloading" - die Erstausstattung der Banken mit Bargeld - ein, wird auch gleich der Begriff "Subfrontloading" erklärt.

Etwas schwieriger gestaltet sich die Suche, wenn der Internet-Nutzer eine Frage hat, die nicht in den üblichen Listen der "häufigsten Fragen zum Euro" auftaucht. Hier bietet die Seite Euro-Kompakt.de ein nützliches Werkzeug an. Der User kann sogar frei formulierte Fragen eingeben, die dann per e-mail von Experten beantwortet werden.

Wer seine Infos über die neue Gemeinschaftswährung in gedruckter Form bevorzugt und sich nicht scheut, sich mit längeren Ladezeiten aufzuhalten, sollte sich einmal die Website der Bundesbank anschauen (www.bundesbank.de). Hier steht eine Reihe von recht informativen Euro-Broschüren im virensicheren PDF-Format zum Download zur Verfügung.

Für Gewerbetreibende empfiehlt sich die Website des "Euro-Coaching Projektes" des Landes Nordrhein-Westfalen (www.euro-nrw.de). Die Texte auf der übersichtlich gestalteten Seite sind verständlich geschrieben und erläutern anhand praxisnaher Rechenbeispiele die Euro-Umstellung für kleine und mittlere Betriebe. Einen ähnlichen Service bietet auch der Deutsche Industrie und Handelstag (www.diht.de) auf seiner Website, die in enger Kooperation mit den regionalen Industrie- und Handelskammern entstanden ist und unter anderem eine Liste lokaler Ansprechpartner anbietet. Hier können Interessenten auch Bücher zum Thema Euro-Umstellung bestellen.

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