Vorerst keine Akquisitionen geplant
Essanelle will Standorte schließen

Die Friseurkette Essanelle Hair Group will ihre Eigenkapitalquote mittelfristig mehr als verdoppeln und verlustbringende Standorte schließen.

Reuters FRANKFURT. Bis 2005 wolle Essanelle eine Eigenkapitalquote von 50 Prozent erreichen, sagte Vorstandschef Uwe Grimminger der "Börsen-Zeitung". Ende März betrug die Eigenkapitalquote der Gesellschaft den Angaben zufolge 22,5 Prozent, die Bankschulden hätten dagegen einen Anteil von 32 Prozent an der Bilanzsumme gehabt und seien zum Teil noch eine Hinterlassenschaft aus dem Management-buy-out aus dem Jahr 1998.

Grimminger bestätigte im Gespräch mit der Zeitung, dass Essanelle im laufenden Jahr in die Gewinnzone zurückkehren wolle. Im zweiten Quartal werde das Ergebnis bereits positiv ausfallen, wobei aber das Minus aus dem traditionell schwachen ersten Quartal nicht ganz kompensiert werde. 2001 hatte Essanelle einen Umsatz von 118 Mill. ? und einen Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 0,8 Mill. ? ausgewiesen.

Um die Rückkehr in die Gewinnzone voranzutreiben, wolle das das Unternehmen einzelne Standorte prüfen und Verlustbringer schließen. Grimminger bezifferte die Zahl der potenziellen Schließungen auf rund 20. Insgesamt betreibt Essanelle nach eigenen Angaben rund 400 Geschäfte.

Akquisitionen sind den Angaben zufolge bei Essanelle vorerst weniger geplant, da die Aktien wegen ihres geringen Kursniveaus derzeit als Akquisitionswährung ausfielen. Denkbar sei jedoch ein Aktienrückkauf auf Vorrat von bis zu zehn Prozent des Grundkapitals für spätere Zukäufe. Dafür wolle sich Essanelle auf der Hauptversammlung am Freitag die Genehmigung geben lassen, berichtete das Blatt.

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