Vorfall ereignete sich bereits am Montag: Spuren des Giftes Ricin in Paris gefunden

Vorfall ereignete sich bereits am Montag
Spuren des Giftes Ricin in Paris gefunden

Im Pariser Bahnhof Gare de Lyon sind nach Angaben des französischen Innenministeriums Spuren der hochgiftigen Substanz Ricin gefunden worden. Ein Sprecher des Ministeriums sagte Reuters am Donnerstag, zwei kleine Flaschen mit Spuren des Giftes seien am Montag in einem sonst leeren Fach der Gepäckaufbewahrung des Bahnhofs gefunden worden.

Reuters PARIS. Polizisten hätten die Gepäckfächer im Rahmen ihrer regelmäßigen Kontrollen zur Abwehr von Anschlägen untersucht. In chemischen Tests seien dann Spuren von Ricin nachgewiesen worden.

Der Bahnhof Gare de Lyon verbindet die französische Hauptstadt mit dem Süden des Landes. Erst im Januar hatte die britische Polizei mehrere Personen im Zusammenhang mit einem Ricin-Fund im Norden Londons festgenommen. Im November vergangenen Jahres hatte die Zeitung "Times" berichtet, die El-Kaida-Organisation des Moslem-Extremisten Osama bin Laden plane die Herstellung von Ricin.

Auch Irak wird verdächtigt, in einer Reihe von Labors mit Ricin zu forschen. Bekannt ist, dass das Land Ricin für militärische Zwecke produziert hat. Die USA werfen Irak vor, Massenvernichtungswaffen zu besitzen und haben am Donnerstag den Krieg gegen das Land begonnen.

Ricin ist leicht herzustellen und zu lagern. Bereits eine geringe Menge davon kann zum Tode führen. Ricin wird aus dem Samen der Rizinus-Pflanze gewonnen. Es ist eines der tödlichsten natürlichen Gifte und gilt als potenzieller Kampfstoff. Ricin löst Magen- und Darmentzündungen mit inneren Blutungen und Nierenentzündung aus. Es zerstört zudem die roten Blutkörperchen und schädigt die Leber. Andererseits haben US-Forscher über viele Jahre hinweg mit Ricin als möglichem Mittel zur Krebsbehandlung experimentiert.

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