"Vorfall schädigt dem Image der Ukraine nicht"
Kutschma schließt Raketentreffer nicht mehr aus

Der ukrainische Präsident Leonid Kutschma hat erstmals einen versehentlichen Raketentreffer auf das abgestürzte russische Passagierflugzeug Tupolew-154 nicht mehr ausgeschlossen. Ihm seien die Angaben bekannt, dass an der Unglücksstelle "Überreste einer Rakete gefunden worden seien", sagte er am Mittwoch vor der Presse in Kiew.

dpa KIEW. "Das ist theoretisch möglich, doch es gibt noch viele Details, die geklärt werden müssen", erklärte er nach Angaben der Agentur Itar-Tass.

Die russische T-154 war am vergangenen Donnerstag mit bis zu 78 Menschen an Bord über dem Schwarzen Meer abgestürzt und explodiert. Russische Suchmannschaften bargen Metallteile, die von einer Flugabwehrrakete S-200 stammen könnten. Minuten vor dem Unglück hatte das ukrainische Militär bei einer Übung eine solche Rakete von der Halbinsel Krim abgefeuert.

Kutschma sagte, er werde die Ergebnisse einer russischen Untersuchungskommission akzeptieren, «egal wie sie ausfallen». Der Vorfall schade dem Image der Ukraine nicht, "weil so etwas auch in anderen Ländern geschieht".

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