Vorfreude ist riesig
Mit Sieg Weihnachten versüßen

Aachen spielt im Uefa-Cup gegen St. Petersburg – und will im internationalen Fußball-Geschehen überwintern.

KÖLN. Im Kampf David gegen Goliath will Alemannia Aachen Fußball-Geschichte schreiben. Der Zweitligist kann heute (20.45 Uhr/DSF) gegen den früheren UdSSR-Meister Zenit St. Petersburg vorzeitig den Einzug in die Runde der besten 32 schaffen und im Uefa-Cup überwintern. "Das wäre so, als ob Weihnachten bis Ostern verlängert würde", sagte Clubpräsident Horst Heinrichs.

Die Vorfreude ist riesig. Und die Ausgangslage ist klar: Gewinnt Alemannia Aachen im Kölner RheinEnergieStadion gegen den Vierten der russischen Meisterschaft und gelingt AEK Athen beim FC Sevilla kein Sieg, hat der DFB-Pokalfinalist vorzeitig Platz drei sicher. "Wir haben die einmalige Chance, weiterzukommen", sagte Aachens Sportdirektor Jörg Schmadtke. Doch sollte es im ersten Anlauf nicht klappen, gibt es am 15. Dezember in Athen ein richtiges Endspiel. So weit will es Aachens Trainer Dieter Hecking nicht kommen lassen: "Wir werden unser Ziel, das Erreichen der dritten Runde, mit aller Entschlossenheit angehen."

Aachens Torjäger Kai Michalke kündigte selbstbewusst an: "Wir werden uns nicht verstecken, das lässt unser Charakter gar nicht zu". Mit dieser Einstellung gelang der einzigen zweitklassigen Mannschaft in der Zwischenrunde zum Auftakt der Gruppenphase der Überraschungssieg gegen Lille. Zudem hat die Alemannia die letzten beiden Zweitligapartien (2:1 in Cottbus, 5:1 gegen 1860 München) gewonnen und sich vor allem gegen den Erstliga- Absteiger "das nötige Selbstbewusstsein geholt".

Aachens Vorteil: Gegen deutsche Clubs ist Zenit im Uefa-Pokal bislang erfolglos: In der ersten Runde 1981/ 1982 schieden die Russen gegen Dynamo Dresden mit 1:2 und 1:4 aus, in der zweiten Runde 1989/1990 gegen Stuttgart mit 0:1 und 0:5.

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