Vorgaben weiterhin positiv
Nemax erneut fester als die Nasdaq

Größter Gewinner waren Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik: Die Aktien stiegen um 25,4 %.

Reuters FRANKFURT. Der Neue Markt in Frankfurt hat sich am Dienstag erneut besser als der Nasdaq-Index in New York entwickelt. Der alle Werte des Segments umfassende Nemax-Index in Frankfurt stieg um 1,51 % auf 5303,70 Zähler. Der Nemax50 für die größten Werte am Neuen Markt legte 1,73 % auf 5831,17 Punkte zu. In New York notierte der technologielastige Nasdaq-Composite-Index bei Handelsschluss in Frankfurt 0,3 % fester, nachdem er zuvor bis zu 0,5 % im Minus gelegen hatte.

Händler sagten, der Neue Markt habe gegenüber den US-Technologiewerten noch Nachholbedarf, da hier die Zuwächse aus Übersee der vergangenen Wochen nur zum geringen Teil nachvollzogen worden seien. Allerdings seien die Gewinne am Dienstag bei relativ geringen Umsätzen erzielt worden. Dies wurde auch auf die am Donnerstag anstehenden Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank zurückgeführt, vor der sich Investoren nach Angaben von Händlern deutlich zurückhielten.

Am Donnerstag gibt der Rat der Europäischen Zentralbank bekannt, ob die Zinsen im Euro-Raum erhöht werden oder nicht. Volkswirte gehen überwiegend davon aus, dass die Zinsen um 0,25 %punkte angehoben werden. Ein solcher Anstieg wäre nach Einschätzung von Aktienhändlern bereits in den derzeitigen Kursen berücksichtigt. Zinserhöhungen wirken auf Aktienkurse üblicherweise belastend, weil sich für Unternehmen durch höhere Zinsen die Kredite verteuern und dadurch Gewinne niedriger ausfallen. Zudem werden für Investoren andere Anlageformen, etwa Anleihen, attraktiver, weil diese dann eine höhere Rendite abwerfen.

Größter Gewinner am Neuen Markt waren am Dienstag die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, deren Aktien um 25,4 % auf 81,50 Euro stiegen. Das Unternehmen hatte zuvor mitgeteilt, die Zulassung für ein neues Prostatakrebsmittel für den europäischen Markt erhalten zu haben.

Trintech stiegen um 7,5 % auf 28,80 Euro. Der Anbieter von Lösungen für den elektronischen Zahlungsverkehr hatte zuvor einen Umsatzanstieg für das erste Halbjahr bekannt gegeben. Dabei war allerdings den Angaben zufolge ein höherer Verlust angefallen.

United Visions stiegen am Vortag der Bekanntgabe ihrer Halbjahreszahlen um 17,7 % auf 20 Euro.

Deutlichster Verlierer war die Aktie der Intraware. Obwohl dar Hersteller von Standardsoftware einen um 228 % höheren Umsatz ausgewiesen hatte, fielen die Titel um 28,3 % auf 11,80 Euro.

Arstor gaben 22,7 % auf 16 Euro nach. Das Unternehmen hatte am Montag mitgeteilt, im Halbjahr in die Verlustzone gerutscht zu sein. Daraufhin waren die Titel bereits um mehr als zehn Prozent gefallen.

Die Infomatec AG teilte am Abend mit, ihr angepeilter Umsatz von 90 bis 100 Mill. Euro für das gesamtjahr könne nicht erreicht werden. Nun werde der Umsatz bei 50,1 Mill. Euro erwartet. Der Handel mit der Aktie, der am Dienstag vor Bekanntgabe der Umsatzwarnung ausgesetzt worden war, soll am Mittwochmorgen wieder aufgenommen werden.

Knapp behauptet notierten die Kleinwerte. Der SDax verlor 0,16 % auf 3436,78 Punkte, der Smax gab 0,03 % auf 329,97 Zähler nach.

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