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Vorgeburtliche Gendiagnostik vereinfacht

Ein neuer, ungefährlicher Test kann bereits in einer sehr frühen Schwangerschaftsphase durchgeführt werden.

wsa HAMBURG. Um Gentests am ungeborenen Kind durchführen zu können, genügt ein ganz normaler gynäkologischer Abstrich, wie er auch zur Krebsvorsorge entnommen wird. Das berichteten zwei australische Wissenschaftler auf dem "International Congress of Genetics" in Melbourne. In den Abstrichen lassen sich Zellen des Fetus nachweisen, anreichern und auf Gendefekte untersuchen. Im Vergleich zu anderen Verfahren kann der Test bereits in einer sehr frühen Schwangerschaftsphase durchgeführt werden. Da er außerdem vergleichsweise preiswert ist und die Schwangerschaft nicht gefährdet, könnte er verbreitet Anwendung finden. Für die zurzeit praktizierte pränatale Gendiagnostik benötigt man Zellmaterial, das unter anderem durch Fruchtwasserpunktion gewonnen wird.

Jetzt hat sich herausgestellt, dass auch routinemäßig durchgeführte Abstriche vom Gebärmutterhals fetale Zellen enthalten, die eine DNA-Analyse ermöglichen. Das Abstrichmaterial wird normalerweise nach spezieller Anfärbung mikroskopisch untersucht, um krebsverdächtige Zellen zu erkennen. Der Abstrich könnte von jedem Arzt entnommen und mit der Post an ein Labor weitergeleitet werden. Bis die klinischen Studien abgeschlossen sind und der Test allgemein zur Verfügung steht, dürften noch zwei bis drei Jahre vergehen.

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