Vorgehen gegen unseriöse SMS-Versender fast unmöglich
SMS locken Anrufer auf teure 0190er Nummern

Der Empfang einer SMS kann teuer werden: Dubiose Firmen verleiten arglose Handy-Besitzer mit Tricks zu kostspieligen Anrufen auf 0190er Nummern. Seit Herbst häufen sich die Beschwerden bei den Verbraucherzentralen. Doch nach Auskunft der Experten ist es fast unmöglich, gegen unseriöse SMS- Versender vorzugehen.

dpa FRANKFURT/M. Die Masche: "Hallo Katja, ich würde mich sehr freuen, wenn Du Dich mal wieder bei mir meldest!", steht zum Beispiel auf dem Handydisplay. Wer zurückruft, erlebt etwa folgendes: Am anderen Ende ein kurzes "Hallo" einer Männerstimme, gefolgt von "Moment, da kommt jemand." Eine Frauenstimme im Hintergrund kommt hinzu, ein Beziehungsstreit bricht los.Der Anrufer wird beiseite gelegt. Nur wer spätestens dann genauer hinsieht, erkennt: Die Nummer beginnt mit 0190 - wie einschlägige Telefonsex-Hotlines.

Markus Herwig von der Verbraucherzentrale Hessen kennt diese Masche. Neben diesen Privat-SMS kursieren auch Kurznachrichten, in denen unbekannte Absender bei Rückruf Sach- oder Geldgewinne in Aussicht stellen. Dabei geht es aber nicht um Gewinne, sondern ausschließlich um die saftigen Gesprächsgebühren - je nach 0190er Nummer ab 3,63 DM pro Minute aufwärts.

Schützen können sich Verbraucher gegen dieses Art unseriöser Geschäfte kaum. Ein Rechtsanspruch bestehe höchsten gegen die Anbieter der Dienste, sagt Herwig. Diese seien jedoch kaum ausfindig zu machen, da weder Firmennamen noch Adressen in den SMS angegeben werden. Als wirksamste Maßnahme empfiehlt der Verbraucherschützer deshalb: "Handy-Besitzer sollten sich nicht mit Namen in ein Telefonverzeichnis eintragen lassen.

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