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Vorgehensweise

Für alle Outsourcing-Projekte (das gilt nicht nur für die Logistik) gelten folgende Spielregeln:
  • 1. Ist der Ist-Zustand aller Prozesse genau definiert und dokumentiert. Eine Zertifizierung des eigenen Unternehmens ist an dieser Stelle oft hilfreich, jedoch müssen die dort beschriebenen Prozesse auch dem tatsächlichen Ablauf entsprechen, der dann fremd-vergeben werden soll. Sämtliche Schnittstellen zwischen den zu vergebenden Leistungen müssen ebenfalls genau dokumentiert werden. Auch logistische Kennzahlen wie etwa Umschlag, Kunden-, Absatz- und Sendungsstruktur, zu erwartende Marktentwicklung oder geforderte Lagerkapazität müssen bekannt sein.
  • 2. Ist dieser Ist-Zustand optimal? Frei nach dem Motto: "Der neue Dienstleister wird?s schon besser können" entstehen an dieser Stelle zwei Probleme: Das Erste ist die Frage, ob der neue Dienstleister spezielle Funktionen tatsächlich optimieren kann. Beispielsweise kam es schon vor, dass Speditionen, die Lagerungsaufgaben übernahmen, sehr gute Fuhrunternehmer waren, in komplexen Lagerprozessen jedoch vollkommen überfordert waren. Das Lehrgeld zahlt dann der Kunde. Des Weiteren kann die Verbesserung der Prozesse bei einem guten und erfahrenen Logistikdienstleister dazu führen, dass die Schnittstellen (sowohl Prozesse, aber auch Daten) des eigenen Unternehmens nicht mehr passen. Dann kann eine Anpassung ebenfalls sehr aufwändig und teuer werden.
  • 3. Die vorige Definition aller Logistikfunktionen ist bei der nun stattfindenden Suche nach dem "richtigen" Dienstleister immens hilfreich: Nicht nur Preisvergleiche werden transparenter, auch lassen sich alle schwer messbaren Kriterien mit Hilfe von Nutzwertanalysen relativ einfach vergleichen und bewerten.
  • 4. Die Ergebnisse lassen sich direkt in die Vertragsverhandlung und den Vertragsabschluss übernehmen. Leider stellt man an dieser Stelle fest, dass man meist über zu wenige Informationen verfügt und dementsprechend Verträge speziell im Hinblick auf Menge, Leistung oder Prozesse zu ungenau abgeschlossen werden (siehe Punkt 1 und 2). Erst später erkennt man dann leider, dass eine der Vertragsparteien bestimmte Vertragsinhalte anders interpretiert hat.
  • 5. Eine ständige Leistungstransparenz ist unabdingbar. Nur wenn der Dienstleister eine Kontrolle der vereinbarten Kennzahlen zulässt, können später auch sinnvolle Leistungs- oder Preisanpassungen vorgenommen werden.

Fazit

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