Vorjahresergebnis deutlich übertroffen
Deutsche Bank enttäuscht Analysten

Die Deutsche Bank hat im vergangene Geschäftsjahr eine Gewinn in Höhe von 397 Millionen Euro erzielt. Damit hat sie das Vorjahresergebnis von 167 Millionen Euro zwar deutlich übertroffen, liegt aber unter den Analystenschätzungen.

HB FRANKFURT. Konzernchef Josef Ackermann zeigt sich zufrieden: "Das Ergebnis zeigt die robuste Verfassung der Deutschen Bank in einem gegenwärtig schwierigen Marktumfeld". Der Start in das laufende Geschäftsjahr sei gut verlaufen.

Während die Kosten 2002 schneller als geplant um knapp 6 Milliarden Euro auf 20,9 Milliarden Euro sanken, brach das Handelsergebnis um 2 Milliarden Euro auf 4 Milliarden Euro ein. Der Zinsüberschuss ging um 1,6 Milliarden Euro auf 7,2 Milliarden Euro zurück, der Provisionsüberschuss blieb relativ konstant bei 10,8 Milliarden Euro. Einen deutlichen Anstieg verzeichneten die Wertberichtigungen für faule Kredite. Sie verdoppelten sich auf 2,1 Milliarden Euro. Ackermann geht aber davon aus, dass die Risikovorsorge ihren Höhepunkt erreicht hat und in 2003 sinken wird. Der Verkauf weiter Teile des Versicherungsgeschäfts an Zurich Financial Services rächt sich: Die Beiträge aus dem Versicherungsgeschäft sanken um rund 2 Milliarden Euro auf magere 744 Millionen Euro.

Ertragsbringer ist das ehemals geschmähte Privatkundengeschäft. Die Sparte Private Clients and Asset Management verdiente 2002 doppelt so viel wie die Investmentbanking- und Firmenkundeneinheit CIB. "Wir haben unsere Position in Deutschland deutlich verbessert - das Filialgeschäft ist zunehmend profitabler", sagte Ackermann. Das Ergebnis vor Steuern in PCAM beläuft sich auf 1,2 Milliarden Euro nach einem Vorjahresverlust von 105 Millionen Euro, das ist rund ein Drittel des Gesamtergebnisses des Deutsche-Bank-Konzerns.

Die Investmentbanker, die noch vor zwei Jahren 80 Prozent der Erträge lieferten, tragen nur noch mit 224 Millionen Euro zum Ergebnis vor Steuern von 3,55 Milliarden Euro bei. Weitere 465 Millionen Euro kommen aus dem Global Transaction Services. Belastend für die Sparte CIB ist vor allem der kräftige Anstieg der Risikovorsorge für faule Kredite von 581 Millionen Euro auf 1,74 Milliarden Euro. Allerdings sind auch die Erträge um über 3 Milliarden Euro auf 14,3 Milliarden Euro eingebrochen. Grund sind die schlechte Verfassung der internationalen Finanzmärkte.

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