Vorläufige Geschäftszahlen: Lebensversicherungen legen am meisten zu
AMB mit zehn Prozent Prämienplus

kun DÜSSELDORF. Der zur italienischen Generali gehörende Versicherungskonzern Aachener und Münchener hat im laufenden Jahr ein überdurchschnittliches Prämienplus erzielt, vor allem in der Sparte Lebensversicherung. Das geht aus vorläufigen Zahlen hervor, die die an der Börse notierte Holdinggesellschaft AMB, Aachen, am Freitag vorlegte.

Der Konzernjahresüberschuss werde nach den Hochrechnungen "sichtlich" über dem Vorjahreswert liegen. Es sei deshalb von einer Dividendenzahlung "zumindest auf Vorjahresniveau" auszugehen.

Das Prämienvolumen aus dem inländischen Erstversicherungsgeschäft beläuft sich nach AMB-Angaben voraussichtlich auf 10,7 Mrd. Euro - ein Zuwachs von 34,4 %. Darin enthalten sind allerdings rund 2 Mrd. Euro Prämieneinnahmen von vier Generali-Lloyd-Versicherungen, die im laufenden Jahr erstmals in den Abschluss der Aachener und Münchener einbezogen werden. Diese Einnahmen herausgerechnet liege das Plus immer noch bei 10 %, sagte eine AMB-Sprecherin. Die Branche erwartet für das Jahr nur einen Prämienzuwachs von knapp über 2 %.

Die Prämieneinnahmen aus Lebensversicherungen sollen in diesem Jahr bei 6,5 Mrd. Euro (plus 37,4 %) liegen, hieß es. Ohne die neu einbezogenen Generali-Lloyd - Gesellschaften würde der Prämienzuwachs bei Lebensversicherungen 13,8 % betragen, so die AMB-Sprecherin.

Das Prämienvolumen der Schaden- und Unfallversicherung soll rund 3,1 Mrd. Euro (plus 4,5 % ohne GL-Gesellschaften) ausmachen, das der privaten Krankenversicherung 1,1 Mrd. Euro (plus 6,6 %).

Wie Versicherungsanalyst Thorsten Karbaum von der WestLB auf Anfrage sagte, seien die Wachstumszahlen besser ausgefallen als von ihm erwartet. "Das überdurchschnittliche Plus bei Lebensversicherungen dürfte mit dem innovativen Angebot von Fondspolicen zusammenhängen. In diesem Bereich ist AMB ganz klarer Marktführer."

Der MDax-Wert AMB konnte am Freitag von den vorläufigen Geschäftszahlen aber nicht profitieren. Die Aktie, die seit Sommer kräftige Kurszuwächse verzeichnet hat, verlor knapp 2 %.

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