vorläufige Schätzung des statistischen Bundesamtes
Deutschland verzeichnet höchste Inflation seit 1994

Steigende Preise für Benzin und Tabak sowie Auswirkungen der BSE-Krise haben die Teuerung in Deutschland nochmals kräftig angeheizt.

dpa WIESBADEN. Die jährliche Inflationsrate kletterte im Februar auf 2,6 Prozent nach 2,4 Prozent im Januar. Dies war der stärkste Anstieg der Verbraucherpreise seit Dezember 1994. Allein von Januar auf Februar legten die Preise für die Lebenshaltung der privaten Haushalte um 0,6 (Vormonat: 0,5) Prozent zu. Diese vorläufige Schätzung gab das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden auf der Basis von sechs Bundesländern ab.

Der unerwartet starke Schub beruhte in erster Linie auf gestiegenen Benzinpreisen, die binnen Monatsfrist um 5,5 Prozent anzogen. Überraschend werten die Volkswirte der Deutschen Bank auch die Teuerung für Tabakwaren um 1,7 Prozent innerhalb von vier Wochen. Zusätzlich gesteigert wird der Preisauftrieb von Pauschalreisen, die 9,7 Prozent teurer wurden. Dabei dürften sich vor allem die höheren Treibstoffkosten im Flugverkehr ausgewirkt haben.

Schließlich zeigt auch die BSE-Krise ihre Spuren in den Haushaltskassen. Während Frischfleisch und verarbeitete Waren von Rindfleisch billiger wurden, hat die gestiegene Nachfrage nach Schweine- und Hühnerfleisch sowie Fisch zu teilweise beachtlichen Preiserhöhungen geführt. Schweinefleisch verteuerte sich im Februar in NRW um 0,9 Prozent und Geflügel sogar um 2,1 Prozent. Damit mussten die Verbraucher 7,5 beziehungsweise 6,6 Prozent mehr bezahlen als vor Jahresfrist.

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