Vorläufiger Michigan-Index im August leicht gesunken
Vertrauen der US-Verbraucher rückläufig

Das Vertrauen der Verbraucher in den USA in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes hat im August nach vorläufigen Erhebungen der Universität Michigan entgegen den Erwartungen der Analysten geringfügig abgenommen. Ihre gegenwärtige Situation beurteilten sie jedoch wie schon im Juli erneut besser. Analysten sahen den Index in Übereinstimmung mit einer generellen wirtschaftlichen Stabilisierung in den USA.

Reuters NEW YORK. Der Index des Verbrauchervertrauens sank im August nach Angaben aus New Yorker Finanzkreisen im August auf 87,9 von 88,1 Punkten im Juli.Von Reuters befragte Volkswirte hatten dagegen einen leichten Anstieg auf 88,3 Punkten vorausgesagt.

Der von Anlegern und Volkswirten stark beachtete Index gilt als wichtiges Konjunkturbarometer, das die Stimmung und das Kaufverhalten der Verbraucher im Voraus anzeigt. Die Konsumausgaben machen rund zwei Drittel der gesamten Wirtschaftsleistung der USA aus. Die vorläufigen Daten basieren auf einer Telefonumfrage unter knapp 300 Amerikanern. Zum Monatsende wird die endgültige Zahl auf Basis von Interviews von 500 Bürgern ermittelt. Den Finanzkreisen zufolge stieg der Index der gegenwärtigen Bedingungen, der die Einschätzung der aktuellen finanziellen Situation der Verbraucher wiedergibt, im August auf 100,2 (Vormonat 99,3) Punkte. Der Index der Erwartungen ging auf 80,0 (Vormonat 81,0) Zähler zurück.

"Ich würde das als einen mäßigen Rückgang bezeichnen und einen, der nicht unangemessen ist", sagte Patrick Fearon von A.G. Edwards & Sons. Die Situation an den Aktienmärkten und um die Unternehmensbilanzen habe sich seit Juli stabilisiert, so dass es nur natürlich sei, dass sich auch die Stimmung der Verbraucher stabilisiere, fügte er hinzu. Lynn Reaser von Banc of America Capital Management erklärte: "Die Verbraucher sehen die gegenwärtige Situation günstiger. Der Arbeitsmarkt stabilisiert sich und sie sind ermutigt, weil sich der Aktienmarkt von seinen jüngsten Tiefs erholt."

Als überraschend bezeichneten Analysten den erneuten Anstieg des Index der gegenwärtigen Bedingungen. Jade Zelnik von Greenwich Capital Markets sagte, damit stelle sich die Frage, ob der Gesamtindex dies voll abdecke. So lange sich die finanzielle Situation der Verbraucher verbessere, bestehe die Chance, dass sich die Konsumenten nicht von ihren Ängsten leiten ließen.

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