Vorläufiges Veto
Kartellamt verlängert Random House-Prüfung

Das Bundeskartellamt hat die Frist für seine Entscheidung über die bislang größte Verlagsfusion auf dem deutschen Buchmarkt nach Angaben von Random House erneut verlängert.

HB/dpa MÜNCHEN. Die Entscheidung über den Zusammenschluss mit der Verlagsgruppe Ullstein Heyne List solle nun am 30. September fallen, teilte Random House am Dienstag in München mit. Das Kartellamt hatte den Kauf durch die Bertelsmann-Tochter im Mai vorerst verboten. Random House machte daraufhin den Vorschlag, nur den Heyne Verlag zu erwerben.

"Wir führen seit einigen Wochen sehr intensive und konstruktive Gespräche mit dem Kartellamt, die uns einer Lösung näher bringen", sagte ein Sprecher von Random House. Die Verlagsgruppe hatte Ullstein Heyne List zu Jahresbeginn gekauft. Das Kartellamt begründete sein vorläufiges Veto mit einer Markt beherrschenden Stellung von Bertelsmann, die bei deutschsprachigen Taschenbüchern der Informations- und Unterhaltungsliteratur mit der Fusion entstehen würde. Bertelsmann würde durch den Zukauf unter anderem der Verlage Econ, Ullstein, Heyne, List und Südwest ein Drittel Marktanteil deutlich überschreiten und wäre mit weitem Abstand der Marktführer für deutschsprachige Taschenbücher.

Angesichts der Kartellbedenken bot Bertelsmann dem Kartellamt an, zunächst nur das Filetstück Heyne zu übernehmen. Die Prüffrist wurde in einem ersten Schritt bis Mitte August verlängert. In Absprache mit den Antragstellern nimmt sich das Kartellamt nun noch einmal länger Zeit.

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